Fehlende Versicherungspolice als Ursache

Kommentar zum Flüchtlingswohnheim in Bad Gandersheim: Die Helfer düpiert

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Vertrag geplatzt: Im ehemaligen Kurpark-Hotel Bartels in Bad Gandersheim wird es keine Flüchtlingsunterkunft geben.

Kurz vor der Eröffnung eines neuen Flüchtlingswohnheims in einem einstigen Kurhotel in Bad Gandersheim hat das Innenministerium das Projekt abgesagt, weil der Mietvertrag geplatzt ist. Dazu ein Kommentar von Axel Gödecke.

Vier Tage lang haben über 100 Helfer der Johanniter, der Feuerwehr, des THW und DRK geschuftet, um aus dem leeren Kurhotel eine Notunterkunft für Flüchtlinge herzurichten. Weitere Freiwillige aus der Stadt waren im Einsatz, sammelten Kleider und andere Dinge für die Neuankömmlinge, bereiteten sich auf ehrenamtliche Einsätze vor. Doch nun das plötzliche Aus, wegen einer fehlenden Versicherungspolice. Damit noch nicht genug: Alles im Gebäude soll auch noch in den ursprünglichen Zustand rückgebaut werden. Was muss das für eine düpierende Erfahrung für die Helfer sein.

Dass das Innenministerium den Startschuss für den aufwändigen Arbeitseinsatz der Hilfsorganisationen gab, bevor alle Vertragsbestandteile mit dem Vermieter unter Dach und Fach sind, sorgt bei den Helfern für Kopfschütteln und Frust. Allerdings sollte man den Verantwortlichen zu Gute halten, dass sie angesichts der Flüchtlingswelle unter Stress und Zeitdruck stehen. Vielleicht lernen sie aus dem Desaster wenigstens für das nächste Heim-Projekt im Land, damit sie Helfer nicht verprellen.

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