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42 200 Zwiebeln sollen in Bad Gandersheim zur Landesgartenschau blühen

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Vorbereitung der Landesgartenschau: Tobias Klaus (links) und Justin Rülke werfen mit Irina Enns einen genauen Blick auf den Pflanzplan.
Vorbereitung der Landesgartenschau: Tobias Klaus (links) und Justin Rülke werfen mit Irina Enns einen genauen Blick auf den Pflanzplan. © Terhorst/laga

Rund 42 200 Blumenzwiebeln pflanzen Justin Rülke und Tobias Klaus und ihre Kollegen vom Garten- und Landschaftsbau Kluge + Sohn aus Delligsen in diesen Tagen in die Beete der 2023 in Bad Gandersheim stattfindenden Landesgartenschau (Laga).

Diese Anzahl sieht der Plan von Irina Enns vom Büro Heuschneider Landschaftsarchitekten vor, die zum Start der Aktion vor Ort war, heißt es in der Pressemitteilung der Laga.

Bad Gandersheim – Enns begleitete das Anlegen der sogenannten Wechselflorflächen, also jener Flächen, deren Bepflanzung während der Laga ausgetauscht und nach der Laga wieder verschwinden werden. „Wir verstärken den farblichen Eindruck, den die Stauden vorgeben“, erklärt die Landschaftsarchitektin das Konzept. Die Zwiebeln werden nach einem genauen Plan auf den Flächen verteilt. Nicht nur die Blütenfarbe sei zu berücksichtigen, sondern auch die unterschiedlichen Blühzeiten und Wuchshöhen seien aufeinander abzustimmen.

„Für eine Landesgartenschau zu planen, ist schon etwas Besonderes. Derart großräumige Konzepte sind nicht unser alltägliches Geschäft“, erläutert Enns. Die Herausforderung: In so weitläufigem Gelände wie dem der Laga gelte es vor allem, die verschiedenen Blickwinkel zu berücksichtigen, die entweder das Gelände vorgibt oder die die Planer erst kunstvoll inszenieren.

Und das gilt es gleich zweimal zu entwerfen: Denn die Zwiebeln, die jetzt in die Erde kommen, bilden das erste, das Frühlingsbild der Laga. „Ende Mai, Anfang Juni, etwa nach den Eisheiligen, werden die Sommerblumen gepflanzt. Die bleiben bis zum Ende der Laga“, erklärt Enns. Und manche sogar länger, denn einige Zwiebeln sind mehrjährig.

Im Roswithapark, entlang der Gande und um die Osterbergseen blühen im nächsten Jahr 50 unterschiedliche Sorten Tulpen (rund 37 000 Stück), 1400 Narzissen, 1750 Traubenhyazinthen, 1200 Hyazinthen, 200 Persische Kaiserkronen, 300 Kaiserkronen und 200 Prärielilien. Dazu werden ab März noch knapp 18 500 Frühjahrsblumen gepflanzt, zum Beispiel Vergissmeinnicht, verschiedene Sorten Hornveilchen, Kronen-Anemonen und Einjähriges Silberblatt, heiß es in der Pressemitteilung.

Entlang der Gande werden die Besucher laut Ankündigung mit pink leuchtenden Beeten begrüßt. Um die Osterbergseen findet man Beete in orange, gelb und blau, die Farben und Formen aus den angrenzenden Staudenpflanzungen aufgreifen, verstärken und auch von der gegenüberliegenden Seeseite zu sehen sein werden. Im Roswithapark gibt es mehrere kreisrunde Beete zu verschiedenen Themen. „Dort finden sich in einigen Beeten neben Blumen zum Beispiel sogar essbare Pflanzen wie Petersilie oder Blutampfer“, so Irina Enns.  (rom)

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