Jugendlicher wollte vor Polizeikontrolle fliehen

Nach Unfall mit Streifenwagen in Northeim: Zeugenvernehmung beginnt

Bad Gandersheim. Nach einem Unfall mit einem 16-jährigen Motorradfahrer aus Kalefeld, der am 21. April einer Polizeikontrolle entgehen wollte, ermittelt jetzt die Polizei.

Das teilt Pressesprecher Uwe Falkenhain im Gespräch mit der HNA mit. Der 16-Jährige hatte Ende April für Schlagzeilen gesorgt. Er fiel den Beamten auf, weil er ohne Kennzeichen unterwegs war. Noch bevor der Fahrer angehalten werden konnte, habe dieser versucht, zu fliehen. Dabei war er mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs, heißt es von der Polizei.

Die angeforderte Verstärkung hat versucht, die Flucht über die Neue Straße in der Kurstadt zu verhindern und sich mit dem Streifenwagen quer auf die Fahrbahn gestellt. Dabei kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Der Kalefelder wurde dabei leicht verletzt. Er konnte das Krankenhaus am Folgetag verlassen. Ursprünglich war von schweren Verletzungen ausgegangen worden. Das bestätigte sich jedoch nicht.

Objektive Ermittlungen

Laut Falkenhain werden Unfälle, bei denen die Polizei beteiligt ist, nie in der Dienststelle vor Ort bearbeitet. So hat man die Ermittlungsarbeit an das Fachkommissariat 7 in Northeim abgegeben. Das soll objektive Ermittlungsarbeit gewährleisten. Am Donnerstag starten die Vernehmungen aller an dem Unfall Beteiligten.

Gegen den 53-jährigen Fahrer des Streifenwagens der Bad Gandersheimer Polizei wurde die Ermittlung wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Damit soll letztlich die Staatsanwaltschaft beurteilen, ob das Verhalten des Polizisten gerechtfertigt war.

Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte das Motorrad des 16-jährigen Kalefelders eine defekte Vorderradbremse. Ob diese zusammen mit der nicht angepassten Geschwindigkeit zum Zusammenstoß mit dem Streifenwagen geführt hat, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.

Rubriklistenbild: © dpa

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