Welle der Hilfsbereitschaft ist angelaufen

Nach Unwetter-Katastrophe bei Bad Gandersheim: Bund soll Fragen klären

Altgandersheim. Eine Welle der Hilfsbereitschaft für die vom Unwetter betroffenen Menschen in den Bad Gandersheimer Ortschaften ist angelaufen.

Waschmaschinen, Kühlschränke und Geldspenden gehen bei der Diakonie in Bad Gandersheim ein, wie es am Wochenende hieß. Für die Feuerwehr Altgandersheim um Ortsbrandmeister Peter Schnute hat am Samstagabend vorerst der Dauereinsatz geendet. Gerätschaften und Fahrzeuge haben die Ehrenamtlichen grundgereinigt, ebenso das Feuerwehrhaus, das am Dienstagabend auch Opfer der Fluten geworden war.

„Kein Aktionismus“

Bürgermeisterin Franziska Schwarz betonte am Samstagabend bei einem Gespräch mit Bundestagsabgeordnetem Dr. Roy Kühne , dass alte Pläne für Hochwasserschutz auf Aktualität geprüft werden, allerdings „Aktionismus jetzt überhaupt nichts bringt“.

Es sei klar, dass eine Stadt wie Bad Gandersheim es finanziell nicht stemmen kann, etliche Rückhaltebecken wie in Seboldshausen zu bauen, zumal fraglich sei, ob sie die Folgen eines Unwetters dieser Woche verhindern könnten.

Die Stadt Bad Gandersheim benötige bei diesem Problem dringend Unterstützung. „Sie haben recht, wir brauchen keinen Aktionismus, das Problem muss aber angegangen werden“, betonte Ortsvorsteher Heinz-Friedrich Overbeck. „Ein Hochwasser wie vor zwei Jahren in Ackenhausen oder jetzt hier wird kein Rückhaltebecken verhindern können, wir haben aber immer wieder überflutete Straßen“, sagte der Ortsvorsteher im Hinblick auf die Kampstraße. 

Kühne machte im Gespräch deutlich, dass er mehreren Punkten nachgehen will, die sich für ihn nach diesem Großeinsatz ergeben. „Die Kameradinnen und Kameraden sind Menschen, die acht Stunden einem Beruf nachgehen und danach noch stundenlang in Katastropheneinsätzen tätig sind.

Dabei müssen sie umfassend abgesichert sein, auch im Hinblick auf eine Überbelastung. Sind sie das?“, fragt Kühne. Außerdem wolle er in Erfahrung bringen, ob es Sonderzahlungen beim Bund für finanziell überlastete Kommunen für solche schweren Unwetter-Fälle wie jetzt in der Stadt Bad Gandersheim gibt. „Wir brauchen eine Kommunenberatung für Orte, an denen es immer wieder Überflutungen gibt. Man darf solche Hauptverwaltungsbeamten wie Franziska Schwarz ebenso wie die Menschen vor Ort nicht alleine lassen“, betont Kühne.

Zusammen mit Kreisbrandmeister Bernd Kühle will er deshalb ein Skript zum konkreten Verlauf dieses Unwetters mit allen sich ergebenen Herausforderungen und Fragen zusammenstellen und in einer der nächsten Fraktionssitzungen in Berlin diskutieren und Bundeskanzlerin Angela Merkel vorlegen. Die Unwetter mit Überflutungen seien ein bundesweites Problem, das man nicht immer „auf die Länder abwälzen“ dürfe.

„Wir wissen gar nicht, wie es weitergehen soll, sagte mir eine Familie hier vor Ort. Niemand soll sich in Deutschland diese Frage stellen müssen“, bilanziert der Bundestagsbageordnete.

Nach Unwetter bei Bad Gandersheim: Aufräumen geht weiter

Nach Unwetter in Bad Gandersheim: Aufräumen geht weiter
Nach Unwetter in Bad Gandersheim: Aufräumen geht weiter © Mennecke/HNA
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Nach Unwetter in Bad Gandersheim: Aufräumen geht weiter © Mennecke/HNA
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