Schwimmbad wird bis zur Landesgartenschau umgestaltet

Bad Gandersheim: Neues Natursole-Freibad für 2,1 Millionen Euro

Der Rettungsring hängt noch im Schwimmbad. Die Oberkante des Sprungbeckens wird gekappt.
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Der Rettungsring hängt noch im Schwimmbad. Die Oberkante des Sprungbeckens wird gekappt.

Das Bad Gandersheimer Freibad ist derzeit eine Großbaustelle: Vom Kinderbecken gibt es keine Spur mehr, der Sprungturm ist ohne Leitern, rund um den Beckenrand liegen abgeschlagene Fliesen, dem einstigen 50-Meter-Becken fehlt eine Seitenwand.

Bad Gandersheim - Zum Start der Badesaison im Mai 2022 soll das Schwimmbad als Natursole-Freibad und Teil der Landesgartenschau Bad Gandersheim neu eröffnet werden, teilt Frank Terhorst, Pressesprecher der Landesgartenschau Bad Gandersheim mit. 2,1 Millionen Euro werden in den Umbau investiert.

Das seit 2018 ungenutzte Bad werde nicht nur grundlegend umgestaltet, auch seine komplette Technik werde erneuert beziehungsweise völlig umgestellt. Pünktlich zum Start der Badesaison 2022 soll es laut Pressemitteilung eines von nur drei Salzwasserfreibäder in Deutschland werden. Mit dem neuen Natur-Solefreibad holen sich die Gandersheimer ein Stück „Wattenmeer an die Gande“, so beschreibt Stefan Bruns vom Planungsbüro „polyplan Kreikenbaum“ das neue Freibad.

Bislang wurden vor allem Abbrucharbeiten vorgenommen sowie das unterirdische Schwallwasserbecken und ein alter Technikschacht entfernt. Doch in den kommenden Wochen gehe es laut Terhorst daran, Neues zu schaffen. An den Rändern der alten Becken werden die neuen Überlaufbereiche entstehen sowie die Retentionsbereiche, also jene Areale, in denen in Zukunft das Wasser drei- bis viermal am Tag filtriert wird – auf biologische Weise durch Pflanzen, ganz ohne den Einsatz von Chlor.

Beim erstmaligen Befüllen der Becken wird der Salzgehalt des Wassers nur langsam gesteigert, um den Pflanzen in den Klärbereichen Zeit zu geben, sich an das Wasser zu gewöhnen.

Zum Bahnenziehen stehen vier 25-Meter-Bahnen mit 2,20 Meter Wassertiefe zur Verfügung. Außerdem entstehen im oberen Teil des Schwimmbeckens weitere zwei Bahnen mit 30 Metern Länge und einer Tiefe von 1,30 Metern, deren Verlängerung wie ein Strandufer auslaufen.

Das alte Sprungbecken bleibt in seinen Dimensionen erhalten, ist aber in Zukunft über einen Überlauf mit dem Schwimmbecken verbunden, heißt es in der Pressemitteilung. Am Ort des alten Kinder- und Kleinbeckens wird ein Wasserspielplatz mit einem Wasserlauf mit Handpumpe und archimedischer Schraube eingebaut. Daneben wird es einen Sandspielbereich geben. Außerdem sei es den Planern gelungen, eine 16 Meter lange Rutsche einzubauen.

Mit dem Eintritt zur Landesgartenschau haben Besucher gleichzeitig den Eintritt zum Freibad gelöst, heißt es in der Pressemitteilung.  (rom)

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