Sie versorgen kurzfristig

Paracelsus Roswitha-Klinik gehört zu den größten psychosomatischen Rehakliniken im Land

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Viel Platz für Patienten: Die Paracelsus Roswitha-Klinik in Bad Gandersheim. Die Patienten können viele Angebote wie auch Yoga-Kurse nutzen und haben die Kuranlagen direkt vor der Klinik.

Bad Gandersheim. Während so mancher Patient auf einen Facharzttermin im Schnitt 13 Wochen warten muss, geht es in der Bad Gandersheimer Paracelsus Roswitha-Klinik wesentlich schneller.

Eine zeitnahe Behandlung hat sich die Klinik auf die Fahne geschrieben, die im Prinzip zwei Kliniken in einer ist: Eine Rehaklinik und eine versorgungs-psychiatrische Klinik.

Die Gandersheimer Klinik ist die einzige versorgungspsychiatrische Klinik in der Region und nach eigenen Angaben seit 25 Jahren eine der größten psychosomatischen Rehabilitationskliniken in Niedersachsen. Und diese sei ausgesprochen wichtig. „Die Bedeutung der psychiatrischen Versorgung wächst. Die psychischen Belastungen werden immer mehr in einer Welt mit wachsenden Beanspruchungen“, betont Dr. Martin Lison, Chefarzt der Klinik.

Das Behandlungsspektrum, das in der Klinik, die unter anderem über ein eigenes Fitnessstudio, Sport- und Schwimmhalle sowie vielen Gruppen- und Therapieräumen verfügt, ist breit. Neben der im Vordergrund stehenden Psychotherapie mit einem verhaltenstherapeutischen Schwerpunkt, behandelt die Klinik vorwiegend aktivierend physio- und ergotherapeutisch mit Experten bei Störungen, die durch Stress hervorgerufen sind, depressive Störungen, angst-, zwangs- und posttraumatische Belastungsstörungen, chronische Schmerzstörungen, Anpassungsstörungen sowie psychosomatische Beschwerden.

Dabei können Patienten, die mit diesen Problemen akut aufgenommen werden müssen, kurzfristig innerhalb einer Woche in der Gandersheimer Klinik landen. Möglich mache dies die enge Zusammenarbeit mit über 250 qualifizierten Kooperationspartnern, dazu gehören unter anderem Hausärzte und Psychotherapeuten. Da die Klinik über keine geschützte Station verfügt, können keine Patienten behandelt werden, die sich oder andere gefährden. Ebenfalls gebe es keine Akut-Entgiftungsbehandlungen.

Unter anderem die psychische Belastung am Arbeitsplatz dürfe kein Tabuthema sein. Depressive Phasen seien grundsätzlich nichts Ungewöhnliches, wie Lison und Oberarzt Helmut Platte erklären. Dazu gehören unter anderem häufig die Phasen vom Übergang vom Studium in den Beruf, nach der Hochzeit oder einem Jobwechsel.

In der Psychotherapie werde unter anderem analysiert, was dem Patienten fehle, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Dabei setze die Klinik vor allem auf Gruppentherapie, weil „wir andere Menschen brauchen, die so ticken, wie wir. Wir sind Gruppentiere“, erklärt Lison.

Die Psychotherapie wirke bei 60 Prozent der Menschen und erziele bessere Erfolge, als es Tabletten könnten. Dementsprechend viele Gruppenräume gibt es in der Klinik, beispielsweise für Handwerksarbeiten oder auch eine Lehrküche.

Die Patienten, die in Bad Gandersheim vor allem für den Reha-Bereich aus der gesamten Bundesrepublik kommen, wohnen alle in Einzelzimmern und kommen für gut sechs Wochen in die Kurstadt. „Der Transfer ins heimische Umfeld wird sanft mit den Betrieben vorbereitet“, erklärt Platte. Insgesamt stehen für den Klinikbetrieb fast 160 Mitarbeiter zur Verfügung.

Das Angebot der Roswitha-Klinik steht Versicherten der AOK Niedersachsen, DAK, BKK Mobil Oil und der BKK LV-Mitte mit über 40 Betriebs-Krankenkassen offen. Versicherte anderer Krankenkassen können nur im Rahmen einer Einzelfallregelung mit Einverständnis der entsprechenden Krankenkasse aufgenommen werden, heißt es.

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