Roswithapreis 2014 für die Schriftstellerin Gertrud Leutenegger aus der Schweiz

Neue Roswitha-Preisträgerin: Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz (links) überreichte Gertrud Leutenegger Deutschlands ältesten Literaturpreis für Frauen. Foto:  Niesen

Bad Gandersheim. Die Schweizer Schriftstellerin Gertrud Leutenegger ist am Freitagabend in der Stiftskirche mit dem Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim ausgezeichnet worden.

Der Roswitha-Preis gilt als der älteste deutsche Literaturpreis ausschließlich für Frauen. Er wurde zum 39. Mal verliehen, ist mit 5500 Euro dotiert und erinnert an die vor 1000 Jahren in Bad Gandersheim lebende Schriftstellerin Roswitha von Gandersheim (935-973).

Bad Gandersheims neue Bürgermeisterin Franziska Schwarz sagte, der Roswitha-Preis halte „die Erinnerung an die schreibende Stiftsdame Roswitha wach und würdige gleichzeitig eine Autorin unserer Tage für ihr herausragendes Schaffen“.

Juror Prof. Dr. Martin Lüdke (Frankfurt/Main) würdigte die Preisträgerin als eine Schriftstellerin der leisen Töne. Er bescheinigte ihr eine „bemerkenswert bildstarke Sprache“ und nannte sie eine herausragende Stilistin. Ihr jüngstes Werk erschien in diesem Jahr unter dem Titel „Panischer Frühling“.

Die Schweizerin wurde 1948 in Schwyz geboren und lebt heute in Zürich. Sie studierte an der Züricher Schauspielakademie Regie. In Hamburg arbeitete sie 1978 als Regieassistentin des bekannten Regisseurs und Intendanten Jürgen Flimm. Nach zahlreichen Reisen und Aufenthalten in Florenz und Berlin ließ sich die Autorin für längere Zeit in Japan nieder.

Seit 2010 ist Gertrud Leutenegger Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Nach Birgit Banderbeke (1999), Ruth Klüger (2006) und Cornelia Funke (2008) ist sie die vierte Preisträgerin mit einem Hauptwohnsitz außerhalb Deutschlands.

Leuteneggers Beziehung zum Theater verbinde sie nach den Worten der Bürgermeisterin auch mit Bad Gandersheim.

Denn das Theater spiele auch in der Stadt eine große Rolle: „Ursprünglich ebenfalls in Anlehnung an der Werk von Roswitha.“ (zhp)

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