Neuer Besitzer erlaubt keine Nutzung

Schildbürgerstreich: Busse kommen nicht mehr zum Kurstadt-Bahnhof

Ist verkauft: Das Gebäude des Bad Gandersheimer Bahnhofs gehört seit einigen Jahren schon nicht mehr der Bahn AG. Jetzt gibt es Probleme mit der Busanbindung. Archivfoto: nh

Bad Gandersheim. Der Bad Gandersheimer Landtagsabgeordnete Uwe Schwarz (SPD) hat jetzt in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung mehrere Fragen zum Bad Gandersheimer Bahnhof gestellt und in seinem Schreiben die Deutsche Bahn AG kritisiert.

Hintergrund ist, dass der Bahnhof, an dem erst kürzlich die Buswartehäuschen saniert wurden, von Bussen nicht mehr angefahren werden kann, weil der neue Besitzer des Bahnhofgebäudes ein Wenden der Busse auf dem Grundstück nicht mehr erlaubt. Die Bahn habe in den vergangenen zehn Jahren das Serviceangebot am Bahnhof in der Kurstadt zunehmend verschlechtert. Beispielhaft seien die Reduzierung der Öffnungsszeiten, die Privatisierung des Fahrkartenschalters, die Reduzierung der Fahrkartenautomaten, die Ausdünnung des Zugverkehrs sowie der Verkauf des Bahnhofsgebäudes zu nennen.

Außerdem sei der Bahnhof nicht barrierefrei, was durch die Nutzung des Gleises 1 einfach zu bewerkstelligen sei.

Schwarz fragt jetzt die Landesregierung, wann das Bahnhofsgebäude samt Bahnhofsvorplatz an Patron Capital Limited London und Procom Invest GmbH & Co.KG Hamburg genau verkauft wurde und ob der Komplex zwischenzeitlich weiterveräußert wurde.

Ferner möchte er wissen, wer die neue Bushaltestelle am Bahnhof gebaut beziehungsweise saniert hat und wie hoch die Kosten waren. Auch möchte er wissen, warum beim Verkauf des Komplexes mutmaßlich 2008 kein Wegerecht für die anfahrenden Busse gesichert wurde. Schließlich fragt Schwarz, wann die Busanbindung des Bahnhofs sichergestellt werden könne und wer die Verantwortung für „diesen Schildbürgerstreich“ trägt. (goe)

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