Objekt für Landesgartenschau

Stadt will Spekulanten zuvorkommen -  und kauft Kurparkhotel

+
Soll für die Landesgartenschau genutzt werden: Das ehemalige Kurpark-Hotel Bartels. Laut Schwarz ist es eine gute Chance für die Kurstadt zur Landesgartenschau. 

Die Stadt Bad Gandersheim hat das ehemalige Kurparkhotel Bartels gekauft. Was jetzt damit passiert, ist noch unklar. Auch ein Abriss kommt in Betracht. 

„Wir können keinen weiteren Leerstand einer Großimmobilie in unserer Stadt gebrauchen, erst recht nicht im Gebiet der Landesgartenschau 2022. Deshalb hat der Rat am Montag entschieden, das ehemalige Kurparkhotel Bartels zu erwerben“, teilt Bürgermeisterin Franziska Schwarz mit.

Die schnelle Entscheidung sei notwendig geworden, um möglichen Spekulanten zuvorzukommen, und somit einen weiteren Schaden von der Stadt abzuwenden, heißt es in einer Mitteilung.

Der bisherige Eigentümer hatte das Gebäude aufgrund eines mehrjährigen Vertrages mit dem Land Niedersachsen im Jahr 2015 für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet und betriebsbereit gehalten. Nunmehr ist der Vertrag ausgelaufen, und das Objekt soll veräußert werden.

Auch ein Ersatzneubau wäre möglich 

Die notwendige Kaufsumme kann zu großen Teilen aus dem Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ bestritten werden, da es sich um einen Teil des zu sanierenden Kurgebietes (HNA berichtete) handelt. Förderfähig wären auch mögliche Abrisskosten, sollte sich die Stadt in einem weiteren Schritt für einen Ersatzneubau entscheiden.

„Bevor wir aber über einen Abriss sprechen, werden wir prüfen, welche Möglichkeiten der Nutzung sich in dem ehemaligen Hotel ab sofort für die Landesgartenschau anbieten“, so Bürgermeisterin Schwarz. Konkret gehe es unter anderem um die Unterbringung der Hallenschauen, Gastronomie-Betriebe, Sanitär-Anlagen, Informationsbereiche und Indoor-Spielmöglichkeiten für Kinder. Hinzu kommen Räume für Sanitäter und nicht zuletzt Büroräume für die Durchführungsgesellschaft der Landesgartenschau, des Planungsbüros sowie der Bauleitung während der Vorbereitungsphase.

Weitere Ideen der Stadt sind die Einrichtung einer barrierefreien Musterwohnung mit Beratungsangeboten von Wohnungsvermietern, Pflegeeinrichtungen und Sozialverbänden. Einige Etagen könnten auch für Übernachtungsmöglichkeiten, beispielsweise Bed-and-Breakfast oder als Biker-Hotel zur Verfügung stehen.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.