Bilanz der 59. Spielzeit

Starker Start für Lenz: Über 51.000 bei Domfestspielen

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Es war seine Bühne: Die erste Spielzeit ist für Intendant Achim Lenz vorbei. Nach einem kurzen Urlaub geht die Arbeit aber schon wieder weiter. Aktuell wird unter anderem an der Musik für die 60. Gandersheimer Domfestspiele gearbeitet.

Bad Gandersheim. Es war die erste Spielzeit des neuen Intendaten Achim Lenz. Und die kann sich sehen lassen. Die HNA war bei der Abschluss-Pressekonferenz mit dabei.

Der Schweizer Achim Lenz, Intendant der Gandersheimer Domfestspiele, hat seinen Nationalfeiertag unserer südlichen Nachbarn am gestrigen Dienstag in der Kurstadt feiern können. „Zahlen, bitte“ hieß es bei der Abschluss-Pressekonferenz. Und eben diese können sich nach seiner ersten Spielzeit sehen lassen.

Die Zahlen

Die Fakten: In der 59. Spielzeit gab es 56 Aufführungen vor der Stiftskirche (Vorjahr: 62) mit vier verschiedenen Stücken (Vorjahr: 5). Trotz der geringeren Anzahl an Vorstellungen kamen 51 335 Besucher (53 119). Das bedeutet eine gesteigerte Auslastung jeder einzelnen Vorstellung mit im Schnitt 770 Besuchern (723). Entsprechend begeistert von der ersten Spielzeit zeigt sich Aufsichtsrats-Vorsitzender Uwe Schwarz. „Normalerweise bedeutet ein Wechsel in der Intendanz auch eine Delle bei den Besucherzahlen. Das war in diesem Jahr nicht der Fall“, sagte Schwarz. Dass es noch mindestens 1600 Besucher mehr hätten sein können, rechnete Stefan Mittwoch aus der Geschäftsführung vor. Drei Vorstellungen mussten wetterbedingt ausfallen, zwei davon waren ausverkaufte Vorstellungen für Saturday Night Fever, einmal Kabale und Liebe. Damit wäre man, trotz weniger Vorstellungen, bei den Vorjahres-Besucherzahlen gelandet. Und „wir hätten den ein oder anderen Euro bereits für die Spielzeit 2018 zurücklegen können“. Die gesamte Abrechnung und finanzielle Bilanzierung der Spielzeit laufe aber aktuell erst an.

Absoluter Publikumsliebling war, wie erwartet, Saturday Night Fever. „Das Tanzmusical ist es, das die Gesellschaft aktuell bewegt. Das zeigt auch die fast 100-prozentige Auslastung der Vorstellungen“, erklärt Lenz.

Unter der Regie von Achim Lenz: Schillers Kabale und Liebe

Stark war auch die Domspitzen-Gala. 13.000 Euro sind dabei für die Jugendtheaterarbeit, den Weißen Ring und den Nabu-Harzvorland zusammen gekommen.

Erweiterung des Museums

Ebenso erfolgreich ist die Studiobühne im Kloster Brunshausen mit ausverkauften Vorstellungen. Bislang haben 70 Zuschauer ins Portal zur Geschichte gepasst. „Eine Erweiterung des Portals zur Geschichte wird mit Geldgebern aus Stadt und Kulturstiftung erarbeitet“, verriet Uwe Schwarz. Das geschehe aktuell ganz konkret mittels einer Machbarkeitsstudie.

Vorbereitung für 2018

Laut Lenz wird aktuell bereits die Musik für die Spielzeit 2018 komponiert und arrangiert. Ferdinand von Seebach bleibt musikalischer Leiter der Domfestspiele. Auch viele Mitglieder des diesjährigen Ensembles haben bereits für 2018 zugesagt. „Konkrete Namen kann ich leider noch nicht nennen“, sagte Lenz unter Berücksichtigung der noch laufenden Vertragsverhandlungen.

Jetzt schon klar ist laut Uwe Schwarz, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Schirmherrschaft für die Festspiele 2018 übernimmt. Ob er auch zum Besuch in die Kurstadt kommt, steht noch nicht fest.

360 Grad-Rundgang

Ein besonderes Erlebnis haben die Fotografen Mehle und Hundertmark möglich gemacht. Mittels 360 Grad-Rundgang kann jeder mit Smartphone, Tablet oder Computer und Internetzugang virtuell die Domfestspiele erkunden. Mit integriert sind viele Videosequenzen, Audio und Fotostrecken. Das Ganze lässt sich auch mit einer speziellen Brille für virtuelle Realität (VR) erleben.

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