Schau beginnt in 581 Tagen

Landesgartenschau in Bad Gandersheim: Startschuss für den Bau der Parkanlagen

Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil stehen auf einem Erdhaufen.
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Besserer Überblick vom Erdhaufen: Bürgermeisterin Franziska Schwarz erläutert Ministerpräsident Stephan Weil, was auf dem Landesgartenschaugelände entstehen soll.

Der Startschuss ist gefallen: 581 Tage bevor die Landesgartenschau 2022 (Laga) in Bad Gandersheim eröffnet werden soll, hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mit dem ersten Spatenstich den Beginn der Gestaltungsarbeiten für das 40 Hektar große Ausstellungsgelände eingeläutet.

Bad Gandersheim – „Der Nutzen wird auf Dauer sein“, betonte Weil, dass die Kurstadt von den Investitionen in das Ausstellungsgelände und die städtische Infrastruktur längerfristig profitieren werde. Durch die Erfahrungen mit den Landesgartenschauen in Papenburg (2014) und Bad Iburg (2018) wisse er, wie stark diese Ausrichterstädte über den Veranstaltungszeitraum hinaus profitieren.

„Ich bin ins Fanlager gewechselt“, sagte der Ministerpräsident, der bekannte, vorher zu Landesgartenschauen kein besonderes Verhältnis gehabt zu haben. Weil hat die Schirmherrschaft über die Laga in Bad Gandersheim übernommen.

Die Laga wird nach den Worten des Geschäftsführers der Bad Gandersheimer Landesgartenschaugesellschaft, Thomas Hellingrath, die größte Veranstaltung in Niedersachsen im Jahr 2022 sein. Welche einmalige Chance sie für die Stadt Bad Gandersheim, aber auch für die gesamte Region bedeute, betonten die Bürgermeisterin der Kurstadt, Franziska Schwarz (SPD), und Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD). Die Schau werde nicht nur eine Werbung für die Kurstadt und ganz Südniedersachsen sein, sondern ein Impuls für eine neue, nachhaltige Infrastruktur in der Stadt, sagte Schwartz.

Der öffentlichkeitswirksame Griff zum Spaten des Ministerpräsidenten war natürlich nicht tatsächlich der Beginn der Arbeiten. Bereits im Februar haben mit Rodungsarbeiten die Vorbereitungen rund um das Ausstellungsgelände begonnen. Auch an den Osterbergseen, die zentrales Element der Schau werden sollen, wird bereits seit Längerem gearbeitet.

Starten sollen außerdem noch in diesem Jahr der Bau eines Spiel- und Sportparks, die Herstellung der Verbindung des Skulpturenwegs auf der ehemaligen Bahntrasse nach Lamspringe mit dem Laga-Gelände und die Schaffung des sogenannten Aueparks.

Im Februar kommenden Jahres ist der Start für die Umgestaltung des Kurparks geplant, und im Herbst 2021 soll der Bau des Auto- und Busparkplatzes für die Besucher am östlichen Stadtrand (Dehneweg) folgen. Olaf Weiss

Zwei Premieren in der Kurstadt

Die Landesgartenschau in Bad Gandersheim ist in zweierlei Hinsicht eine Premiere. Zum einen ist sie die erste Landesgartenschau, die vom Land finanziell gefördert wird. Bisher mussten die veranstaltenden Kommunen die Schauen finanziell selbst stemmen. Zum anderen ist sie die erste Landesgartenschau in Südniedersachsen. Es gab zwar bereits 1994 die Landesausstellung „Natur im Städtebau“ in Duderstadt, die allerdings keine Gartenausstellung war. ows

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