Menschen waren eingeschlossen

Nach Unwetter im Kreis Northeim: Ausmaß der Katastrophe wird nun deutlich

Bad Gandersheim. Verwüstete Häuser, zerstörte Autos und Unmengen Schlamm: Viele Bewohner von Bad Gandersheim können das Ausmaß der Schäden nach dem Unwetter am Dienstag überhaupt noch nicht fassen.

Aktualisiert um 17 Uhr. Am Mittwochvormittag wird das gesamte Ausmaß der Katastrophe im Stadtgebiet Bad Gandersheim überhaupt erst deutlich: Es ist nach ersten Einschätzungen nicht nur ein Millionenschaden entstanden – die Aufräumarbeiten werden auch mindestens bis zum Wochenende andauern.

Altgandersheims Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Peter Schnute hat ein solches Ausmaß von Zerstörung bei einem Unwetter noch nicht erlebt. Von mehreren Richtungen lief das Wasser unter anderem nach Altgandersheim und hat mehrere Autos durch den Ort gespült wie Spielzeugautos. Menschen mussten in ihren Häusern in die Obergeschosse gehen, da das Wasser bis zu zwei Meter hoch stand.

Über 100 Liter Regen pro Quadratmeter sind am Dienstagabend in kurzer Zeit gefallen. Viel zu viel Wasser für die Kanalisation, die aufwendig vom Schlamm befreit werden muss.

Auch am Mittwoch sind sämtliche Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Bad Gandersheim, Wehren aus Einbeck und Northeim sowie die Unweltfeuerwehr und das THW im Einsatz, um Straßen zu reinigen und tonnenweise Schlamm zu entfernen. Einige Hausbewohner können das Ausmaß der Schäden überhaupt noch nicht fassen, wie sie im kurzen Gespräch mit der HNA sagen. Einige Häuser wurden vollkommen verwüstet. Fensterscheiben sind geborsten, Autos stehen stark beschädigt in Vorgärten und fast überall laufen Pumpen, um Keller schnellstmöglich trocken zu legen.

So auch in der Turner-Musik-Akademie in Bad Gandersheim. Dort sollten mehrere Lehrgänge, unter anderem eine Dirigenten-Prüfung stattfinden. Doch bis in die Nacht haben Dutzende Betten in zwei Metern Höhe im Keller geschwommen. Das Wasser, 2,5 Millionen Liter waren es, ist zwar weg. Der Schlamm ist aber noch da. Laut Schulleiter Pieter Sikkema müssen die nassen und verschlammten Teppiche schnellstmöglich raus. Er ist, ebenso wie viele Menschen in der Region aber überwältigt „von der großen Hilfsbereitschaft“.

Die Einsatzkräfte hoffen, dass es nicht erneut zu einem Gewitterschauer kommt. Die Böden sind noch voll mit Wasser und können keines mehr aufnehmen. Die Kanalisationen sind teils noch verstopft. (kmn)

Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen

Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim: Menschen in Gebäuden eingeschlossen
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim
 © Mennecke
Unwetter über Bad Gandersheim
 © Mennecke

Rubriklistenbild: © Mennecke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.