Zeitreise durch die Rosenzucht

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Hier soll der Rosengarten entstehen: Das Terrassengrundstück unterhalb des Salzbergfriedhofs an der St.-Georgstraße in Bad Gandersheim. Es soll mit historischen Rosenarten bepflanzt werden.

Bad Gandersheim. Mit Freude hat der Förderverein „Themengärten“ mit Sitz in Kalefeld die Nachricht aufgenommen, dass sein neues Projekt „Rosengarten“ in Bad Gandersheim für eine Förderung im sogenannten Leader-Programm der Europäischen Union ausgewählt worden ist.

Schon in Kürze soll ein Zuschuss von 11.650 Euro fließen, mit dem das 20.000 Euro teure Projekt realisiert werden kann.Der Kalefelder Verein will nach den Worten seines Vorsitzenden Thomas Mehrländer an sein Projekt „Bibelgarten“ an der Kalefelder Weißenwasserkirche anknüpfen. Das Vorhaben soll in diesem Jahr umgesetzt werden. Dafür habe der Verein bereits ein „wunderschön gelegenes“ Stufengrundstück unterhalb des Salzbergfriedhofes an der St.-Georg-Straße gepachtet. Ziel sei es, auf dem jahrelang brachliegenden Areal einen Rosengarten anzulegen, der den historischen Entwicklungsverlauf in der Rosenzüchtung widerspiegelt.

Zwei Gärten am Pilgerweg

„Mit dem Vorhaben verwirklichen wir unser Ziel, am Jakobs-Pilgerweg Via Skandinavica für Einheimische und Besucher zwei Themengärten vorzuhalten“, fährt der Fördervereinschef fort. Der schon seit 2012 vom Förderverein gepflegte, öffentlich zugängliche Bibelgarten in Kalefeld sei über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt, betont Mehrländer. Der Bibelgarten, der vorwiegend der geistigen Besinnung diene, zähle an die hundert Pflanzen, die in der Bibel Erwähnung finden.

Im jetzt geplante Rosengarten in Bad Gandersheim sollen Rosen aus vergangenen Zeiten bis hin zur Gegenwart angepflanzt werden. Wie der Bibelgarten soll er jederzeit öffentlich zugänglich und mit Ruhe-Oasen ausgestattet sein.

Mehrländer: „Durch Rosenpatenschaften soll eine Verbundenheit der Bevölkerung mit dem Garten entstehen.“ Angedacht seien Patenschafen für eine Rose oder auch ein Beet. Die Pflege des Gartens werde in den ersten beiden Jahren durch einen Fachbetrieb sichergestellt, der Mitglieder des Vereins anlernen soll. Später soll eine ehrenamtliche Kraft die Rosen gießen, von Unkraut befreien und Mülleimer an den Ruhe-Oasen leeren.

Geplant habe der Förderverein nach Mehrländers Worten im Rosengarten auch Veranstaltungen. Ferienpass-Aktionen sollen genauso dazugehören wie Gästeführungen durch die Rosen-Jahrhunderte.

Rosenkönigin

Um den touristischen Bekanntheitsgrad des Rosengartens zu fördern, sei auch die Wahl einer jährlichen Rosenkönigin in der Kurstadt denkbar. Um all das schultern zu können, würde sich der Förderverein über Spenden, Helfer oder neue Mitglieder freuen. 

themengaerten@gmx.net

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