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Kreisfeuerwehr Northeim hat mehrere Wochen den Einsatz von Bodycams getestet

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Von: Kathrin Plikat

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Die Kreisfeuerwehr Northeim hat jetzt den Einsatz von Bodycams getestet. Auf dem Bild Konstantin Mennecke von der Kreisfeuerwehr.
Die Kreisfeuerwehr Northeim hat jetzt den Einsatz von Bodycams getestet. Auf dem Bild Konstantin Mennecke von der Kreisfeuerwehr. © Pressegruppe der Kreisfeuerwehr Northeim

Mehr Sicherheit im Einsatz und ein schnellerer Informationsfluss: Vor diesem Hintergrund hat die Kreisfeuerwehr Northeim jetzt für mehrere Wochen den Einsatz von Bodycams getestet. Die gesammelten Erkenntnisse sollen nun intern aufbereitet und ausgewertet werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Northeim – „Die Einsatzlagen im Landkreis Northeim sind häufig komplex und nicht immer sofort komplett zu überblicken. Beispiele waren das Extremwetter mit Tornado in Mackensen im Mai oder auch ein Unfall mit einem Reisebus im Juli auf der Autobahn 7“, sagt Kreisbrandmeister Marko de Klein.

In diesen Situationen sei es für die Kräfte vor Ort, insbesondere für die Einsatzleiter und Gruppenführer, wichtig, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. In den ersten Minuten müssten viele Entscheidungen getroffen werden, die für den weiteren Einsatzverlauf entscheidend sein könnten, so de Klein weiter. Zuerst am Einsatzort seien in Northeim und Einbeck fast immer die sogenannten Brandmeister vom Dienst. „Das sind Momente, in denen sie zunächst auf sich allein gestellt sind. Dies könnte sich künftig ändern“, so der Landkreis-Feuerwehrchef.

Auch für die Disponenten in der Einsatzleitstelle sei es hilfreich, sich via Bodycam nahezu live ein Bild von der Einsatzstelle verschaffen zu können. Von größeren Einsatzstellen bekommen die Disponenten aktuell über die Feuerwehr-Pressegruppe Lagebilder, um so zum Beispiel den Einsatz des Rettungsdienstes effektiver koordinieren zu können.

In einem sechswöchigen Test wurden jetzt Mitglieder der Kreispressegruppe mit einer Bodycam ausgestattet, die in erster Linie nicht nur das Einsatzgeschehen aufzeichnet, sondern über eine verschlüsselte Verbindung direkt den Disponenten in der Einsatzleitstelle Informationen zur Verfügung stellt. „Insbesondere die Übertragungsstabilität des Videosignals auch aus Gebäuden heraus war dabei überzeugend“, so Kreisbrandmeister de Klein.

Technisch möglich wird die Übertragung durch eine in der Kamera integrierte SIM-Karte für das Mobilfunknetz. Die Verzögerung des Bildsignals vom Einsatzort über das Mobilfunknetz bis in die Leitstelle beträgt dabei nur knapp unter einer Sekunde, heißt es weiter.

Perspektivisch könnten die Bodycams für Führungskräfte der Feuerwehren sowie Funktionsträger der Kreisfeuerwehr eingesetzt werden, so Marko de Klein.

„Die Kameras sollen den Verantwortlichen der Feuerwehr keine Entscheidungen abnehmen, sondern lediglich eine noch bessere Unterstützung durch die Einsatzleitstelle bei größeren Einsatzlagen ermöglichen. Ob und in welcher Form dieses Projekt umgesetzt wird, wird nun intern diskutiert.“ (Kathrin Plikat)

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