Nutzungsideen werden im Jugendhilfeausschuss vorgestellt

Interessenten für ehemaliges Jugendfreizeitheim Silberborn

Ehemaliges Jugendfreizeitheim Silberborn
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Gibt es bald wieder Leben im Jugendfreizeitheim in Silberborn? Interessenten stellen ihre Ideen im Jugendhilfeausschuss vor.

Für die Nachnutzung des seit Februar vorigen Jahres geschlossenen Jugendfreizeitheims Silberborn gibt es zwei Interessenten.

Die werden jetzt dem Jugendhilfeausschuss des Landkreises vorgestellt: Der Allgemeine Rettungsverband Niedersachsen-Süd mit Sitz in Göttingen und das Ferienwerk Kurhessen. Die Sitzung findet statt am Mittwoch, 17. Juni, um 16 Uhr in der Mensa der KGS Moringen.

Das Exposé für das Jugendfreizeitheim wurde am 7. Mai 2019 auf der Internetplattform Immobilienscout24.de veröffentlicht, heißt es in der Vorlage zur Sitzung. Zunächst gab es sechs Anfragen, die letztlich zu den zwei schriftlich eingereichten Angeboten führten.

Der Allgemeine Rettungsverband Niedersachsen-Süd möchte das Jugendfreizeitheim weiterführen, berichtet dessen Leiter Hauptamt, Sven-Uwe Thomas. So seien Ausbildungen zum Beispiel für die Rettungshunde-Staffeln vorgesehen, aber auch für Sanitätshelfer.

Da der Allgemeine Rettungsverband unter anderem auch in Goslar, Salzgitter, Kassel und Göttingen für Schülerbef��rderungen zuständig sei, habe man gute Beziehungen zu den Schulen. „Wir könnten ihnen ein Rundum-Sorglos-Paket für Schulfahrten anbieten, vom Fahrdienst bis zu Events“, erläutert er die Bandbreite dessen, was sich in Silberborn umsetzen lassen könnte.

Eine Kaufsumme möchte Thomas nicht nennen. Noch sei auch nicht klar, welches Investitionsvolumen in die Bausubstanz erforderlich sei. Man habe bereits 150 000 bis 200 000 Euro bereitgestellt, die man investieren könne. 2019 habe der Allgemeine Rettungsverband Niedersachsen-Süd mit einem Umsatzvolumen von 2,5 Millionen Euro abgeschlossen, beziffert er die Größe des Verbandes. Und: Es sei ein Vorteil, dass sein Verband keine Gewinne erwirtschaften müsse.

Eine Bewirtschaftung des Jugendfreizeitheims kann sich auch der zweite Interessent, das Ferienwerk Kurhessen aus Wesertal, vorstellen. Allerdings sei dafür eine Starthilfe des Landkreises in den ersten fünf Jahren erforderlich, erklärt Geschäftsführerin Bettina Bönning. Nach ihren Erfahrungen brauche es mindestens drei Jahre, bis ein Haus richtig laufe.

Das Ferienwerk Kurhessen organisiert Paketreisen für geschlossene Gruppen. „Wir haben zahlreiche Kooperationspartner zum Beispiel für Sommercamps oder für Klassenfahrten“, erklärt sie. Man habe auch schon erste Gespräche mit regionalen Anbietern für ein Catering geführt, die die Schulklassen versorgen könnten. Ansonsten würde sich das Jugendfreizeitheim auch gut für Selbstversorgergruppen anbieten.

Parallel zu dem Verfahren, Interessenten für die Immobilie und das circa 33 000 Quadratmeter große Grundstück zu finden, hat Günther Arzeus, Mitarbeiter der Northeimer Kreisverwaltung, den Vorschlag gemacht, die Liegenschaft in ein Kinderhospiz-Hotel umzuwandeln. „Leider mussten wir im Verlauf seiner detaillierten Ausarbeitung feststellen, dass sich dies aus verschiedenen Gründen nicht umsetzen lässt“, heißt es in der Beratungsvorlage für den Ausschuss. Dennoch werde auch diese Idee in der Sitzung am 17. Juni vorgestellt.

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