Landwirte fordern Verlagerung von Ausgleichsflächen

Bauern: Autobahn 7 frisst zu viel guten Acker

Northeim. Der Kreisbauernverband Landvolk Northeim übt Kritik an den Plänen zum Ausbau der Autobahn 7. Insbesondere die Schaffung so genannter Ausgleichsflächen wird nach Ansicht der Landwirte für einen unnötigen Verlust an wertvollem Ackerland sorgen.

„Allein für den Streckenabschnitt von Echte bis Northeim-Nord sollen 20 Hektar intensiv genutzter Fläche umgewandelt werden, um den Eingriff in die Natur auszugleichen“, sagt Landvolk-Geschäftsführer Willi Teutsch und betont, dass sich die Kritik der Bauern keineswegs grundsätzlich gegen die Schaffung von Ausgleichsflächen richte.

Teutsch: „Aber solche Maßnahmen müssen sich auf weniger wertvolle Flächen konzentrieren.“ Außerdem sei das nach den gesetzlichen Vorgaben zulässige Ersatzgeld eine Alternative. „Damit lassen sich bereits bestehende Naturschutzprojekte dort fördern, wo sie sinnvoll sind.“ Nicht nur im Interesse der Landwirte, sondern auch im Sinne des Naturschutzes, der Verkehrssicherheit und der Kostenreduzierung sei hier ein Umdenken der Planer notwendig.

Teutsch hält es für kontraproduktiv, Gehölzanpflanzungen, auetypische Landschaften oder Magerrasenflächen in direkter Nachbarschaft der Autobahn zu schaffen. „Weil sich dort verstärkt Wildtiere ansiedeln, die wiederum dem Verkehr zum Opfer fallen und zu einer Gefahr für die Verkehrsteilnehmer werden können.“

Um die zu mindern, sei dann der Bau von Wildzäunen oder noch aufwändigeren Einrichtungen unumgänglich, sagt Teutsch und verweist auf die geplante Wildbrücke bei Hillerse.

Bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim sieht man das jedoch anders. „Mit der Schaffung von Ausgleichsflächen halten wir die Tiere von der Straße fern“, sagt Projektleiter Hans-Joachim Welle.

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