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Keine Anklage nach tödlichem Sturz

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Von: Heidi Niemann

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
(Symbolbild) © David-Wolfgang Ebener/dpa

Ein tödlicher Arbeitsunfall bei Bauarbeiten an einer Autobahnbrücke bei Lütgenrode hat keine strafrechtlichen Konsequenzen. Das hat ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen auf Anfrage mitgeteilt.

Lütgenrode/Göttingen – Im Oktober vergangenen Jahres war an der Baustelle ein 32 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Uelzen von der Autobahnbrücke der A 7 zwischen Nörten-Hardenberg und Lütgenrode mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Der Bauarbeiter erlitt dabei schwerste Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Göttinger Krankenhaus gebracht, wo er kurz darauf verstarb.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte nach dem Vorfall ein Ermittlungsverfahren gegen den Arbeitgeber des Bauarbeiters wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Um zu klären, ob möglicherweise irgendwelche Sicherheitsvorschriften verletzt worden waren, seien auch das Gewerbeaufsichtsamt und die Berufsgenossenschaft eingeschaltet gewesen, teilte ein Behördensprecher mit.

Bei den Ermittlungen hätten sich aber keinerlei Hinweise auf eine Pflichtverletzung ergeben, deshalb sei das Verfahren eingestellt worden. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hätten keine Bauarbeiten auf der Brücke stattgefunden, diese sei für die dort geplanten Arbeiten zu dem Zeitpunkt noch gar nicht freigegeben gewesen. Deshalb sei dort auch noch keine Absturzsicherung installiert gewesen. Die Bauarbeiter hätten gewusst, dass die Brücke noch nicht gesichert war und sie sich dort nicht aufhalten durften. Warum sich der 32-Jährige auf der Brücke befunden habe, sei unklar geblieben.  (pid)

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