Befragung zum Thema Migranten

Landkreis Northeim will bis zum Herbst ein Integrationskonzept erarbeiten

Eine Einbürgerungsurkunde: in der Hand eines afrikanischstämmigen Menschen.
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Einbürgerungsurkunde: Viele Migranten wollen sie eines Tages bekommen. Ob ein zugewanderter Mensch aber wirklich in der Gesellschaft ankommt, hängt mehr von Faktoren ab, die Teil des geplanten Integrationskonzepts sind. Archivfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Northeim – Der Landkreis Northeim soll ein Integrationskonzept bekommen. Der Fachbereich Migration und Integration der Kreisverwaltung arbeitet daran. Es soll im Herbst präsentiert und im Kreistag verabschiedet werden.

„Die Herkunft eines Menschen darf nicht nachteilig sein für seinen schulischen, beruflichen oder sozialen Erfolg. Vielmehr sind es die persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen, die seinen Platz in der Gesellschaft ausmachen“, erklärte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Das Leitbild für das Konzept besteht laut Pressemitteilung der Kreisverwaltung aus vier Punkten: Teilhabe, Wertschätzung, Identität und Beteiligung. Als Grundlage für das gemeinsame Wertemuster von einheimischen und zugewanderten Menschen gelte die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Ziel des Konzeptes sei es vor allem, Chancen der Integration sichtbar zu machen und Ziele der Integration zu definieren. Mit Teilhabe sei die Erfüllung von Grundbedürfnissen wie dem Recht auf Bildung, einer angemessenen Arbeitsstelle und dem Wohnort gemeint. Das schließe aber auch die uneingeschränkte Teilnahme an gesellschaftlichen Lebenswelten ein. Wertschätzung meine vor allem einen auf Augenhöhe stattfindenden Austausch miteinander.

Um eine weitgehende Akzeptanz in der Bevölkerung und bei den Betroffenen selbst zu erreichen, solle es zunächst eine Befragung geben. Teilnehmen könnten Menschen, die im Kreis Northeim wohnen und entweder einen Migrationshintergrund haben oder mit Migranten arbeiten, heißt es in der Pressemitteilung. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Arbeit mit Migranten auf ehrenamtlicher oder beruflicher Basis stattfinde.

Den Fragebogen gibt es auf Deutsch, Englisch und in leichter Sprache. Die Teilnahme ist von Montag, 11., bis Sonntag, 31. Januar, online möglich unter www.landkreis-northeim.de/integrationskonzept. Darüber hinaus kann der Fragebogen auch bei Simone Förster, Tel. 0 55 51/70 84 35, E-Mail: sfoerster@landkreis-northeim.de, oder Hanna Bludau, Telefon 0 55 51/70 83 23, E-Mail: hbludau@landkreis-northeim.de, in Papierform angefordert werden.   (ows)

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