Einrichtungen wollen Zustände aus Frühjahr verhindern

Besuche in Altenheimen trotz Corona weiter möglich

Mit dem seit Montag geltenden zweiten Lockdown ist der Umgang mit dem Coronavirus und den weiter sprunghaft steigenden Infektionszahlen in den Senioreneinrichtungen im Landkreis Northeim weiterhin Thema Nummer 1.

In den Altenheimen im Landkreis Northeim sollen Besuche weiter möglich sein (Symbolbild).

Vielerorts wird befürchtet, dass – wie beim Ausbruchsgeschehen im Frühjahr – in den Seniorenheimen ein Kontaktverbot ausgesprochen werden müsste, was aber unbedingt verhindert werden soll.

„Das hat viele unserer Bewohner im Frühjahr regelrecht zurückgeworfen, physisch wie auch psychisch“, sagt Heidi Lilienthal, Pflegedienstleiterin des Alten- und Pflegeheims Innere Mission in Northeim.

Um diese auch für die Mitarbeiter der Einrichtung harten Maßnahmen zu verhindern, setzt die Innere Mission unter anderem auf eine Teststrategie, die aktuell vom Land Niedersachsen entwickelt wird.

Parallel dazu wird in der Einrichtung regelmäßig ein aktuelles Hygienekonzept erarbeitet, so Heidi Lilienthal. Dabei müsse man sich aber an den Verordnungen der Niedersächsischen Landesregierung orientieren.

Aktuell können die Bewohner Besuch bekommen, dafür müssen sich die Familienangehörigen aber weiterhin vorher anmelden, ein Kontaktformular ausfüllen und während des Besuchs einen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstandsregeln einhalten.

Die Innere Mission appelliere aber an Angehörige, die Besuchszeiten möglichst zu reduzieren.

Ähnlich sind die Regelungen im Seniorenzentrum Moringen. Einrichtungsleiterin Isa Ellieroth ist froh, dass trotz des aktuellen Lockdowns Besuche stattfinden können und Besucher, Patienten und Mitarbeiter Verständnis für die Situation aufbringen, die Ellieroth teilweise als unbefriedigend bezeichnet: „Wir warten seit Wochen auf Schutzhandschuhe, die vor langer Zeit bestellt wurden, die aber bis heute einfach nicht geliefert werden.

„Das ist aktuell eine schwierige Zeit. Aber wenn wir alle zusammenhalten und uns an die Corona-Regeln halten, wird mit Sicherheit alles gut“, gibt sich Isa Ellieroth optimistisch.

Von Kathrin Plikat

Rubriklistenbild: © Jonas Güttler/dpa

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