Hollenstedt: Betonbrücke soll Gewölbebrücke überspannen

Altes Gewölbe: Es soll erhalten werden. Die Betonbrücke, die darüber gebaut werden soll, wäre allerdings deutlich breiter und würde den Blick auf die Konstruktion aus dem Jahr 1850 einschränken. Archivfoto:  Gödecke

Hollenstedt. Im Ringen um den Erhalt der alten Bölle-Brücke in Hollenstedt zeichnet sich die Rettung des Bauwerks ab.

Der Northeimer Bauausschuss befürwortete bei einer Enthaltung einstimmig den von den Ratsmitgliedern Hildegard Pavel (SPD) und Eckhard Ilsemann (FDP) gemeinsam eingebrachten Antrag, entgegen der Pläne der Verwaltung, die Gewölbebrücke zu erhalten und mit einer zweispurigen Betonbrücke zu überbauen. Dieser Vorschlag soll nun noch in einer Sondersitzung des Hollenstedter Ortsrates beraten werden, ehe noch in diesem Jahr der städtische Verwaltungsausschuss endgültig über den Neubau entscheidet. Die neue Brücke soll im nächsten Jahr gebaut werden

Der Brückenabriss und ein moderner Neubau waren vom Verwaltungsausschuss bereits beschlossen. Auch der Hollenstedter Ortsrat hatte ihn ursprünglich befürwortet, weil von der Verwaltung dieses Vorgehen als alternativlos dargestellt worden war.

Die an die aus dem Jahr 1850 stammende Brücke angebauten Verbreiterungen sind marode. Eine Sanierung der Gewölbebrücke allein wird vom Land nicht gefördert. Es blieb, so die in der Sitzung des Bauausschusses von Vertretern aller Fraktionen kritisierte bisherige Darstellung der Verwaltung, nur der Abriss und ein Brückenneubau - Kosten: 245.000 Euro.

Der von Pavel und Ilsemann vorlegte Alternativorschlag sieht vor, die maroden Brückenanbauten zu entfernen und die Gewölbebrücke so mit einer Betonbrücke mit 60 Tonnen Traglast zu überbauen, dass das Gewölbe keine Lasten tragen muss.

Nach Darstellung der Verwaltung wäre das im Vergleich zu Abriss und Neubau zum nahezu gleichen Preis zu haben. Allerdings würden zusätzliche Planungs- und Genehmigungskosten von 20 000 Euro anfallen. Hinzu kämen höhere Unterhaltungskosten für die Gewölbebrücke von 1500 Euro jährlich.

Außerdem weist die Verwaltung daraufhin, dass der Blick auf das Gewölbe durch den breiteren Überbau stark eingeschränkt sei. Wie ein kompletter Brückenneubau soll die Betonbrücke über der Gewölbebrücke eine 5,50 Meter breite Fahrbahn plus Gehwege an beiden Seiten mit jeweils 1,50 Meter Breite erhalten.

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