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Aus Northeimer Schulhof wird Bewegungspark für alle Kinder

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Der Schulhof der Martin-Luther-Grundschule. Er soll abschnittsweise umgestaltet werden. Der Förderverein der Schule hat dafür einen Plan entwickelt.
Der Schulhof der Martin-Luther-Grundschule. Er soll abschnittsweise umgestaltet werden. Der Förderverein der Schule hat dafür einen Plan entwickelt. © Hubert Jelinek

Wenn der Spielplatz der Northeimer Martin-Luther--Schule, wie von einer Arbeitsgruppe aus Eltern und Lehrern mit dem Förderverein geplant, umgestaltet ist, soll er auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Northeim - Bislang ist der Schulhof nur für die Grundschüler und Hortkinder an der Martin-Luther-Schule gedacht. Wenn er umgestaltet ist, soll er öffentlicher Spielplatz werden. Das wurde in der Sitzung des Ratsausschusses für Bildung und Kultur deutlich, in der die Elternvertreter der Schulhofarbeitsgruppe ihre Neugestaltungspläne vorgestellt hatten.

Grund für die Öffnung ist die Tatsache, dass für das aufwendige Projekt, das laut Elternvertreterin Esther Renziehausen in mehreren Abschnitten realisiert werden soll, auch möglichst viele Fördertöpfe angezapft werden sollen. Diese gelinge allerdings nur, wenn der Spielplatz auch öffentlich zugänglich wird.

Nach einer Schätzung wird das neue Freiraumkonzept unter dem Motto „Bewegte Kinder – schlaue Köpfe“, das in Kooperation mit dem hannoverschen Landschaftsarchitekturbüro Wendland-Pötter-Kriebelt erdacht worden ist, insgesamt wohl rund 230 000 Euro kosten. Entstehen sollen unter anderem ein Fußballfeld mit Ballfangzaun, eine Kletterkombination aus Holz, eine Entspannungsecke, Balancier- und Sitzmöglichkeiten und ein Baumhaus mit Türmen, Rutschen und Brücken. Für die Gestaltung der Bewegungsecken auf dem geplanten „Bewegungs-Campus“ sollen größtenteils Naturmaterialien wie Baumstämmen Rindenmulch, Grünpflanzen und Sandsteine verwendet werden, so Renziehausen weiter.

Seitens der Stadtverwaltung sagte Bürgermeister Simon Hartmann Unterstützung für dass Projekt zu und bedankte sich bei den engagierten Eltern und Lehrern. Im Doppelhaushalt 2023/24 der Stadt sollen laut Beschlussvorlage für den Rat erst einmal 50 000 Euro für eine detaillierte Planung eingestellt werden.

Auch die Ausschussmitglieder begrüßten die Umgestaltungsplanung, die auch ein Vorbild für andere städtische Schulen sein könne. Bedenken, dass es Sicherheitsprobleme geben könne, wenn der Spielplatz öffentlich werde, zerstreuten die Schulvertreter, zumal die Einzäunung ja verbleibe, lediglich die Türen würden geöffnet. Ein Ratsmitlied regte an, Schwingtüren einbauen zu lassen.

Der Plan für den Bewegungs-Campus
Der Plan für den Bewegungs-Campus © Förderverein Martin-Luther-Schule

Die Arbeitsgruppe der Schulhofumgestaltung will nach den Worten von Renziehausen auch viele Sponsoren für das Projekt „Bewegungs-Campus“ begeistern, erste gebe es schon.

Außerdem seien etliche Aktionen geplant, um Geld zusammen zu bekommen. So sei unter anderem 2023 ein Sponsorenlauf mit den derzeit rund 300 Kindern der Martin-Luther-Schule geplant. (Axel Gödecke)

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