Vorkommen entlang der Rhume

Der Biber taucht im Landkreis Northeim auf

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Diesen ein Meter dicken Weidenstamm hat der Biber an der Rhume bei Elvershausen bearbeitet. 

Der Biber ist im Landkreis Northeim angekommen. In Elvershausen wurde er gesichtet.

 Nachdem man bereits an der Rhume zwischen Gieboldehausen und Bilshausen den bis zu 45 Kilo schweren und 120 Zentimeter langen Nager nachweisen konnte, hat er jetzt auch in Elvershausen an der Rhume nicht nur eindeutige Spuren hinterlassen. Ein Tier wurde bereits von einem Angler beobachtet.

„Das zeigt, dass die umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen und die Einrichtung des Naturschutzgebietes an der Rhume erfolgreich gewesen sind“, sagt Jürgen Effler, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Gillersheim. Die Tatsache, dass so spektakuläre Arten wie der Biber und auch der Fischotter bereits in die Rhume zurückgekehrt seien, dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach wie vor in Sachen Umwelt- und Naturschutz in der hiesigen Region immer noch viel zu tun gebe. Beispiele dafür seien das Insektensterben und der damit verbundene Rückgang der Vogelbestände.

Der Landkreis Northeim bewertet die Ankunft des Bibers als einen Hinweis auf die Qualität der natürlichen Lebensräume in der hiesigen Region. „Vor zwei Jahren wurde der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Northeim ein Vorkommen östlich von Northeim gemeldet“, sagt Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer.

Da die Reviergröße der Biber stark variiere und bis zu neun Kilometer umfassen könne, sei durchaus davon auszugehen, dass sich der Biber auch in der Rhume bei Elvershausen aufhält. Laut Niemeyer gilt der Biber als sogenannte Indikatorart für funktionierende Fließ- und Stillgewässer. Insofern sei der aufgetretene Biberverbiss an Bäumen ein zu begrüßendes Indiz für die Verbreitung im Landkreis.

Im Hinblick auf die Verkehrssicherheitspflicht sind die an den Bäumen verursachten Schäden laut Niemeyer allerdings eine besondere Herausforderung für die Verantwortlichen, da vom Umsturz gefährdete Bäume gegebenenfalls gefällt werden müssen.

Auch wenn derzeit keine größere Schäden bekannt seien, sei eine gewisse Sensibilisierung der Eigentümer von Flächen, Feldmarksgenossenschaften und Unterhaltungsverbänden notwendig, so Niemeyer.

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