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Northeim: Blutkonserven sind knapp - kritische Engpässen gibt es aktuell nicht

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Von: Kathrin Plikat

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Blutkonserven Symbolbild
Aktuell sind auch im Kreis Northeim Blutkonserven Mangelware (Symbolbild). ©  DRK-Blutspendedienst

Bundesweit sind aktuell Blutkonserven extrem knapp. Das Rote Kreuz und Blutbanken schlagen seit Wochen Alarm.

Northeim – Die Auswirkungen spürt auch die Helios-Klinik in Northeim, wie Pressesprecher Martin Wilmsmeier auf HNA-Anfrage bestätigt: „Die Blutkonserven sind knapp, kritische Engpässe gibt es in der Klinik Northeim aber zurzeit nicht“. Tatsächlich habe sich die Situation seit Jahresbeginn gegenüber dem Herbst 2022 sogar leicht entspannt. Deshalb sei aktuell nicht zu befürchten, dass Operationen oder Behandlungen in der Klinik aufgrund von Engpässen bei Blutkonserven abgesagt werden müssen, so Wilmsmeier.

„Wir versuchen, Engpässen grundsätzlich durch einen sehr bewussten Umgang mit Blutkonserven vorzubeugen. So unterliegt jede Bluttransfusion einer individuellen Indikationsstellung. Außerdem setzen wir auf blutsparende Operationstechniken durch minimalinvasive Chirurgie“, so der Helios-Sprecher. Durchschnittlich acht Blutkonserven würden täglich in der Klinik verabreicht, zum Beispiel bei Operationen oder zur Behandlung von blutarmen Patienten im Fachbereich der Gastroenterologie.

Besonders „gefragt“ und somit zuerst knapp sei grundsätzlich die Blutgruppe „0 negativ“, weil sie auch in Notfällen ohne vorherigen Test universell einsetzbar sei. Auch wenn sich die Situation aktuell leicht verbessert habe, betont Wilmsmeier, dass Blutkonserven grundsätzlich knapp und Blutspenden daher lebenswichtig seien. „Durch Unfälle und Krankheiten kann jeder auf die Blutspende eines Mitmenschen angewiesen sein – immer und jederzeit.“

Als Grund für den Engpass bei Blutkonserven nennt Markus Baulke, Sprecher des DRK-Blutspendedienstes in Springe, zum einen die Corona-Pandemie, die 2022 vor allem wegen ausgefallener Blutspendeaktionen zu einer sehr angespannten Situation geführt habe. Auch die aktuell starke Erkältungswelle habe zu einem Rückgang bei den Blutspenden geführt.

Darum müssten nun dringend die Reserven an Blutkonserven wieder aufgefüllt werden: „Die Bestände sind aktuell zu niedrig. Durch die Lockerungen der Hygienemaßnahmen auf unseren Blutspendeterminen erhoffen wir uns den benötigten Aufschwung.“ Ab Montag, 30. Januar, fallen beim Blutspenden alle bisherigen Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Anmeldung weg, heißt es vom DRK-Blutspendedienst. (kat)

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