Gesundheitsamt: Landkreis Northeim ist kein FSME-Gebiet

Zecken: Blutsauger sind wieder im Anmarsch

Northeim. Nach Vogelgrippe, Schweinegrippe und Noro-Virus droht laut Meinung vieler Experten schon die nächste Gefahr für die Gesundheit: Zecken. Trotz des langen und harten Winters gehen Fachleute davon aus, dass in diesem Jahr mehr Zecken als sonst in unseren Gefilden unterwegs sind.

Denn: Eine geschlossene Schneedecke wie im jüngsten Winter bietet Zecken, die in eine Art Winterstarre verfallen, einen optimalen Schutz. Aktiv in Feld und Wald werden Zecken bereits ab einer Temperatur von sieben Grad plus.

Doch von Panikmache hält Dr. Matthias Boldt vom Gesundheitsamt des Landkreises nichts: Der Mediziner rät vielmehr dazu, sich beim Aufenthalt im Wald und im hohen Gras mit langer Kleidung zu schützen.

Denn Zecken springen entgegen der verbreiteten Volksmeinung nicht auf Mensch oder Tier über, sondern lassen sich abstreifen. „Die Zecken wandern nur eine bestimmte Strecke mit und krabbeln nicht so lange herum, bis sie ein Stück Haut gefunden haben“, so Boldt weiter. „Irgendwann lassen sie sich wieder fallen“. Wer bei höheren Temperaturen in kurzen Hosen unterwegs ist, sollte sich allerdings im Anschluss von einer zweiten Person absuchen lassen. Hat sich eine Zecke festgesaugt, muss sie sofort entfernt werden. Am besten eignen sich dazu Spezial-Pinzetten, die direkt über der Hautoberfläche greifen. Wichtig: Der Kopf der Zecke muss unbedingt mit entfernt werden.

Bei Rötungen sowie Entzündungen muss ein Arzt aufgesucht werden. Zecken übertragen unter anderem die bakterielle Erkrankung Borreliose sowie die Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Laut Boldt wurde in den zurückliegenden zehn Jahren im Kreis Northeim kein einziger FSME-Fall gemeldet. ZUM TAGE/HINTERGRUND

Von Kathrin Plikat

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