Ortsbeauftragter und Anhang haben großen Anteil am Ortsverband

40-Jahr-Feier: Kolbes als Motor der Johanniter

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Unser Bild zeigt die Jubilare mit (von links) Reiner Kirchhoff, Herbert Kostka, Christiane Demitz, Denise Hübner, Ariane Kolbe, Iris Kolbe und Axel Kolbe sowie vorn Erwin Braus.

Bodenfelde. Dass die Johanniter-Unfall-Hilfe in Bodenfelde als eine Art Familienunternehmen bezeichnet werden kann, wurde während der 40 Jahr-Feier des Ortsverbands am Samstagabend im Hotel Otto in Wahmbeck deutlich: Ortsbeauftragter Axel Kolbe steht nicht nur an der Spitze, sondern ist auch Ausbildungsleiter und Motor des Ortsverbands, während ihn Frau und Tochter tatkräftig unterstützen.

Als Axel Kolbe später für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, applaudierten alle Mitglieder und Gäste im Stehen. So würdigten sie auch das Engagement von Erwin Brauns, der ebenfalls für 40 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde und mit weit über 80 Jahren immer noch ehrenamtlich aktiv ist.

Lob gab es allgemein für den Einsatz der Johanniter, die es in Bodenfelde in 40 Jahren auf 105 000 Dienststunden bringen. Der Anteil von Axel Kolbe: 30 000 Stunden. Das Engagement der 29 Mitglieder betrifft hauptsächlich den Sanitätsdienst, einen Fahrdienst für Demenzkranke und den Schulsanitätsdienst.

Vom Ende der Welt

„Danke für den Dienst am Nächsten“, sagte unter anderem der Johanniter-Sonderbeauftragte für Jugend und Ehrenamt, Claus Schwab. Er erinnerte daran, dass vor 40 Jahren nicht nur die Johanniter, sondern auch der Flecken Bodenfelde als Gemeinde ins Lebengerufen wurde. Dem Sonderbeauftragten missglückte dann eine Formulierung, als er über Bodenfelde als wunderschönem Ende der Welt sprach. Bodenfeldes Bürgermeister Hartmut Koch konterte: „Das ist nicht das Ende der Welt, sondern der Anfang von Niedersachsen.“ Das brachte ihm viel Applaus ein. Koch hatte zudem eine Botschaft zu einem ernsthaften Thema parat: Bei den Plänen für ein Feuerwehrhaus für Bodenfelde sind auch die Johanniter einbezogen.

Und: Die Johanniter haben durch ihre Arbeitsleitungen und Renovierungsarbeiten in ihrer Unterkunft die Alte Schule in Bodenfelde am Leben erhalten. Denn nach der Gründung des Bodenfelder Ortsverbandes sind die Johanniter schon seit 1976 in der Alten Schule untergebracht.

Der Hintergrund für die Gründung der Johanniter in Bodenfelde war vor allem das damalige Atomkraftwerk Würgassen – nur wenige Kilometer entfernt. Einsätze in dem Zusammenhang hat es glücklicherweise nie gegeben. Die Johanniter schoben dagegen Sanitätsdienst bei großen Festen, vor allem beim Schüttenhoff und waren 2002 bei der Flutkatastrophe in Sachsen im Einsatz.

Geholfen haben die Johanniter auch bei den schrecklichen Morden in Bodenfelde, sagte Reinhard Papesch in seinem Rückblick auf 40 Jahre Johanniter in Bodenfelde. Nach den Ehrungen und Grußworten aus dem Gemeinde- und Ortsgebiet präsentierten die Johanniter ihren Gäste ein zünftiges Schlachtebüfett.

Ehrensache: 500 Euro für den Ortsverband und zahlreiche Auszeichnungen

Arnold-Friedrich von Zepelin, Dienststellenleiter für das südliche Niedersachsen, überreichte vor den Ehrungen an das Geburtstagskind Ortsverband Bodenfelde zum 40-jährigen Bestehen ein Geldgeschenk: 500 Euro.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft ehrten die Johanniter Axel Kolbe, Erich Vock, Erwin Brauns und Reiner Kirchhoff. Sie erhielten Jubiläumsabzeichen, Kolbe und Brauns als besondere Auszeichnung zusätzlich Jubiläumsuhren. Für 30 Jahre Mitgliedschaft bekam Iris Kolbe eine Jubiläumsuhr überreicht.

Jubiläumsabzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Christiane Demitz und Herbert Kostka. Mit dem Leistungsabzeichen in Bronze wurden Ariane Kolbe und Denise Hübner ausgezeichnet. (fsd)

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