Undichtigkeit an Übergabestation

Alarm in Bodenfelde wegen freigesetztem Erdgas- Zusatzstoff

Bodenfelde. Bei seinem Spaziergang am Donnerstagvormittag auf dem Nienoverer Weg bei Bodenfelde hat ein Einwohner Gasgeruch wahrgenommen und daraufhin gegen 10.50 Uhr die Feuerwehr alarmiert.

Von Jürgen Dumnitz

Die hat das Areal an der Erdgas-Übergabestation unmittelbar neben der Tennisanlage des örtlichen Sportclubs und des Freibades nach dem Eintreffen wenige Minuten später mit zehn Feuerwehrleuten weiträumig abgesperrt und den Notdienst des EAM-Versorgers hinzugerufen.

Ein eingesetztes Gasspürgerät schlug nicht aus. Nachdem der EAM-Techniker das Innere der Übergabestation kontrolliert hatte, stand die Ursache für den starken Geruch schnell fest. Der als Odor bezeichnete spezifische Zusatzstoff war aus einer undichten Stelle ausgetreten, die äußerst stark riechende Flüssigkeit hatte sich bereits in einer kleinen Pfütze im Übergabegebäude angesammelt und war über eine Belüftung dann auch im Freien als vermeintlicher Gasgestank wahrnehmbar.

Eine Gefährdung für die Bevölkerung hat laut EAM-Mitarbeiter nicht bestanden, weil kein Erdgas ausgetreten ist. Deshalb konnte die Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Gemeindebrandmeister Jens Rölke und Ortsbrandmeister Karsten Siebrecht gegen 12 Uhr ihre vorsorglich eingerichtete Absperrung auflösen und wieder einrücken.

Ein weiterer Mitarbeiter des Versorgungsunternehmens hat die undichte Stelle später repariert. An der Übergabestation kommt die Fernleitung an. In dem verschlossenen Gebäude wird der Duftzusatzstoff dem Erdgas beigegeben und der Druck für die Übergabe an die angeschlossenen Haushalte reduziert.

Hintergrund

Erdgas gilt weitgehend als geruchslos oder geruchsneutral. An den Übergabestationen (von der Fernleitung ins Ortsnetz) wird das Gas odoriert. Als Odorierung wird der Zusatz geruchsintensiver Substanzen (Odoriermittel) bezeichnet. Nur durch den Zusatzstoff kann ausgetretenes Gas etwa in der Wohnung wahrgenommen werden. Als eine gewisse Sicherheitsmaßnahme können die zugefügten Riechstoffe als Warn- oder Alarmsignal dienen. Deshalb „riecht“ das beim Verbraucher ankommende Erdgas. Durch Odor soll eine Gefährdung wahrnehmbar sein. (jde)

Rubriklistenbild: © jde

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