Andreas Heinrich ist jetzt offiziell IGS-Schulleiter in Bodenfelde

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Humor muss sein: Zur Einführung ihres neuen Chefs sangen Lehrer und Lehrerinnen aus dem IGS-Kollegium „Irgendwer wird immer meckern – egal was man tut.“

Bodenfelde. Neu ist der neue Schulleiter an der IGS Bodenfelde nicht. Ganz im Gegenteil.

Andreas Heinrich, der am 1. Februar ins Chefbüro eingezogen ist und am Dienstag nun offiziell in sein Amt als Leiter der Heinrich-Roth-Gesamtschule eingeführt wurde, unterrichtet schon seit 22 Jahren im Flecken Bodenfelde.

Als Real- und Hauptschullehrer mit der ungewöhnlichen Fächerkombination Wirtschaft, Technik, Physik, Astronomie und Werken kam er 1994 nach Bodenfelde. Sein zweites Staatsexamen hatte Heinrich zuvor noch in seiner Heimatstadt Schönebeck (Sachsen-Anhalt) abgeschlossen.

Neue Aufgabe: Andreas Heinrich übernimmt die Leitung der IGS Bodenfelde mit 500 Schülern.

Der Wechsel des Bundeslandes nach Niedersachsen war mit Hürden verbunden, berichtete die schulfachliche Dezernentin Christa Markert während der Feierstunde vor dem Lehrerkollegium, einigen Schülern, Eltern und Gästen in der IGS-Aula. Schon vor der Wende habe Heinrich Lehrer werden wollen und 1987 das Studium in Halle aufgenommen. Um in Niedersachsen unterrichten zu dürfen, musste er noch einmal an eine Grundschule und verbrachte die Zeit an der Grundschule Schoningen.

Als Lehrer an der IGS habe Heinrich dann schnell entschieden, noch mehr Verantwortung tragen zu wollen, so die Schuldezernentin. Er wurde Jahrgangsleiter und später Fachbereichsleiter für Mathematik und Naturwissenschaften. Für seine künftige Arbeit empfahl Markert dem neuen Schulleiter Teamarbeit mit dem Kollegium, um die Schule weiter zu entwickeln.

Lob für die Dezernentin gab es von Schülerseite. Die Landesschulbehörde habe mit Andreas Heinrich „einen guten Fang gemacht“, freute sich Miklas Henne von der Schülervertretung über die Personalentscheidung. Den Schülern gefalle Andreas Heinrich nicht nur wegen seines Outfits und seiner Frisur, auch seine offene Art fasziniere.

Im Namen des Fleckens Bodenfelde wünschte Bürgermeister Mirko von Pietrowski dem neuen Chef von 45 Lehrerinnen und Lehrern sowie 500 Schülern alles Gute und sicherte Unterstützung der Gemeinde für die Schule zu. Trotz der Schwierigkeit, im Spannungsfeld zwischen Ministerium, Schulträger, Schüler- und Elternschaft und Öffentlichkeit agieren zu müssen, bezeichnete der Bürgermeister Heinrichs Posten als Traumjob.

Die Aufgabe verspreche jeden Tag aufs Neue Abwechslung. Sie sei Arbeit für und mit Schülern. „Und Sie haben tolle Schüler“, so Pietrowski, „und Sie haben eine tolle Schule.“ Deren infrastrukturelle Bedeutung für Bodenfelde und die Besonderheit der länderübergreifenden Beschulung hessischer Schüler könne er nicht oft genug betonen.

Dass das Amt des Schulleiters zwangsläufig mit Konflikten verbunden sein wird, sagte das Kollegium mit einem Lied. „Irgendwer wird immer meckern, egal was man tut“, sangen die Lehrer im Chor. Musikalisch bereicherten Schülerin Christal Khabetsa und Schüler Dorian Mikanovic die Feierstunde am Klavier.

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