Flecken will Gebäude für einen symbolischen Euro kaufen

Bodenfelde: Umbau des Bahnhofs nicht vor 2021

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Der Flecken bietet einen Euro: Die Verwaltung von Bodenfelde hat großes Interesse an einer Neugestaltung der Bahnhofsanlage. Das betrifft nicht nur den Vorplatz. Man würde das seit Jahren ungenutzte Gebäude gern abreißen. 

Bodenfelde. Mit dem barrierefreien Umbau des Bahnhofes in Bodenfelde sollte eigentlich schon 2018/19 begonnen werden. Jetzt scheint es, als werde nicht vor 2021 damit begonnen.

Das teilte Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mit. Fünf Millionen Euro, so die ersten Pläne, sollen investiert werden.

Parallel soll laut Deutsche Bahn AG das Gleis 1 im Bereich des Bodenfelder Bahnhofs erneuert werden. Ein Gleis soll verschwenkt werden und die Gleisanlagen über Aufzüge auch von Menschen mit Handycap erreichbar werden. Bisher ist das nicht der Fall. Derzeit suche man wegen des zusätzlich versiegelten Areals nach Ausgleichsflächen in der Landschaft.

Der Flecken Bodenfelde beabsichtigt nun auch, das Bahnhofsumfeld aufzuwerten. Das betrifft den gepflasterten Vorplatz und das Backsteingebäude. „Als Kaufpreis dafür steht bei der Bahn AG ein Euro im Raum“, sagte der Bürgermeister. Allein die Kosten für einen kompletten Abriss des Gebäudes, das seit vielen Jahren ungenutzt ist und bereits mehrmals gegen Vandalismusschäden abgesichert werden musste, liegen laut von Pietrowski bei rund 100 000 Euro.

Verschönert den Vorplatz: So werden Bahnreisende im Moment am Bodenfelder Bahnhof begrüßt.  

Ein Ingenieurbüro aus Dassel habe für die Umgestaltung des Vorplatzes über 1,4 Millionen Euro Kosten ermittelt.

Anfang August sollte es in Hannover ein Erörterungsgespräch bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) geben, um Zuschussmöglichkeiten für einen Aus- und Neubau sowie die Grunderneuerung zur Park+Ride- und Bike+Ride-Anlage in Erfahrung zu bringen. „Wenn wir Fördergeld einwerben wollen, ist es besser, wenn uns das Grundstück auch gehört“, sagte der Bürgermeister auf Anfrage der HNA.

Wie was werden soll, sei aber noch völlig offen. Ebenso die Finanzierung. Derzeit werde ein Bodengutachten auf mögliche Altlasten hin untersucht und ausgewertet. Der Flecken Bodenfelde müsste nach vorsichtigen Schätzungen mindestens 300 000 Euro beisteuern, so der Bürgermeister. „Ein schöner Bahnhof ist für unsere Gemeinde schon sehr wichtig, aber das Geld für die nötigen Arbeiten habe ich bisher leider noch nicht“, sagt von Pietrowski. Es sei offensichtlich noch ein langer Weg. 

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