Investition von halber Million Euro

Weserweg: Bodenfelder Fachausschuss stimmt Verbreiterung zu

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Weserradweg an der Promenade: Durchgängig soll der Rad- und Fußweg entlang der Weser auf drei Meter verbreitet werden. Der Tourismus-Fachausschuss gab in seiner Sitzung jetzt grünes Licht für das Vorhaben.

Auf zwei Kilometer Länge soll der beliebte Weserbergland Rad- und Wanderweg von der Brücke am Firmengelände Pro Fagus bis zur Grillhütte bei Wahmbeck durchgängig auf drei Meter verbreitert werden.

Bodenfelde. Das Interesse von Anliegern des Weser-Radweges in Bodenfelde an der öffentlichen Sitzung des Fachausschusses für Jugend, Tourismus, Soziales und Sport war groß. 25 Zuhörer verfolgten die Sitzung im Café Ambiente, in der es unter anderem um eine Investition von 510.000 Euro zur Verbreiterung des Weser-Rad- und Fußweges ging.

Die Kosten zahlt aber nicht der klamme Flecken allein. Der muss anteilig lediglich 25.500 Euro sowie 14.500 Euro zusätzlich bezahlen. Die letzte Summe für die Oberflächenbefestigung einer Aufenthaltsfläche nahe der Pumpstation, die Beschaffung einheitlicher Bänke und Tische sowie die Aufstellung von Mülleimern und Hundebeutelhalterungen. Die Baumaßnahme ist ein Förderprojekt, an dessen Realisierung der Tourismus-Verein Solling-Vogler-Region (SVR) im Weserbergland einen großen Anteil hat.

Auf zwei Kilometer Länge soll der beliebte Weserbergland Rad- und Wanderweg von der Brücke am Firmengelände Pro Fagus bis zur Grillhütte bei Wahmbeck durchgängig mindestens drei Meter breit werden. Teilsweise ist er jetzt mit nur zwei Meter Breite wesentlich schmaler.

„Der Weg wird aber nicht total erneuert“, sagte Bürgermeister Mirko von Pietrowski in der Sitzung. Er werde lediglich verbreitert. Mit einem 40-Zentimeter-Unterbau und zehn Zentimeter dicken Pflastersteinen, die dem Hochwasser standhalten sollen.

Insgesamt soll sich die Verbreiterung dem vorhandenen Weg anpassen. Es werde keine Aufschüttungen geben und nach Möglichkeit sollen steilere Böschungen nach der Verbreiterung zu den Grundstücken hin abgeflacht werden, damit Hochwasser wie bisher zurück ins Flussbett ablaufen kann, ohne dass es zu großen Ablagerungen kommt.

Baubeginn im Frühjahr

Man werde das mit den Grundstückseigentümern absprechen. Planer Michael Lex vom Ingenieurbüro Ludwig & Partner (Dassel) sagte im Ausschuss, dass sowohl das Wasser- und Schifffahrtsamt als auch das Holzkohlewerk, die Kirchengemeinde als Eigentümer größerer Grundstücke der Verbreiterung zugestimmt haben. Es gebe keinen Anlieger, der sich dem Vorhaben entgegen stelle, sagte Lex. Für die Maßnahme werden keine Straßenausbaubeiträge von Anliegern erhoben.

Baubeginn soll nach Einschätzung von Bürgermeister Pietrowski im kommenden Frühjahr sein. Die Abstimmung im Fachausschuss erfolgte einstimmig – das letzte Wort hat aber der Gemeinderat.

Das Gesamtprojekt kostet 510 000 Euro. Neben dem Fördergeld aus dem Topf des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) und der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) steuert auch das Niedersächsische Finanzministerium weitere 230.000 Euro für die klamme Kommune als Bedarfszuweisung bei.

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