Bodenfelder Neubau wurde schon als "Palast für die Feuerwehr" bezeichnet

Ortstermin mit den Architekten: Mitglieder der Führungsriege der Ortsfeuerwehr sowie Lokalpolitiker und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung nahmen am Dienstag an einer Besichtigung des Neubaus der Feuerwehr teil. Foto: Dumnitz

Bodenfelde. Ein gutes Stück weit ist es bestimmt ironisch gemeint und auch übertrieben. Aber gesagt worden ist es schon: „Das ist ja ein Palast für die Feuerwehr.“

Um sich ein eigenes Bild von dem Neubau des Feuerwehrhauses auf dem ehemaligen Schulgelände an der Amelither Straße in Bodenfelde zu machen, gab es am Dienstag einen Ortstermin mit den Architekten.

Auf Beschluss des Gemeinderates lässt der Flecken seit April neben dem Rathaus und der alten Schule ein neues Feuerwehr-Gebäude errichten. Nach den Planungen des Schoninger Architekten Tim Grimme wird eine 19 Meter breite und 15 Meter lange Fahrzeughalle mit einem anliegenden acht Meter breiten und 40 Metern langen Funktionsgebäude gebaut. Die Kosten sind mit rund einer Million Euro veranschlagt worden.

Das Funktionsgebäude soll dem Stand der Technik entsprechen. Die Spitze der Feuerwehr war von Anfang an mit in die Planungen einbezogen. Die Vertreter der Wehr hatten am Dienstag Fragen zu Details und zeigten sich unter anderem vom langen Flur des Funktionsgebäudes beeindruckt.

Eigene Zufahrt

Hintergrund für den Neubau auf einem Teilstück des alten Schulhofes ist der teils desolate Zustand des alten Gebäudes an der Mühlenstraße. Das neue Gebäude soll über eine eigene Zufahrt von der Amelither Straße her zu erreichen sein. Derzeit ist die Schotterpiste eine Baustraße.

Laut den Architekten Tim Grimme und Albert Steingräber (Schoningen) sei man in der Bauausführung gegenüber dem Plan etwa fünf Wochen im Rückstand. Um die Schulden durch die Investition für das Feuerwehrhaus tilgen zu können und weiterhin alleinverantwortlich handeln zu können, stimmten die Ratsmitglieder bereits einer Erhöhung der Realsteuern ab Januar 2017 zu.

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer soll hingegen stabil bleiben, hieß es im vergangenen August. Auf Vorschlag der SPD stimmte der Rat jedoch dem Antrag zu, dass wenn der Feuerwehr-Neubau deutlich teurer werde, die Gewerbesteuer angehoben werden solle.

Fertigstellung bis Herbst

Derzeit gehe man davon aus, dass der Kostenrahmen eingehalten wird. Abhängig sei das von Ausschreibungsergebnissen. An der einen Stelle wird es teuerer, an der anderen Stelle dafür günstiger, hieß es aus der Gemeindeverwaltung. Fertiggestellt werden soll der Neubau bis zum Herbst dieses Jahres.

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