Bodenfelder SPD stützt von Pietrowski für Gespräche über Gemeinden-Fusion

Treue Sozialdemokraten: Ulrich Beuke von links), Gustava Schefer-Vietor und Helmut Mazet. Foto: Privat/nh

Bodenfelde. Die Mitgliedsversammlung des SPD-Ortsvereins Bodenfelde gab grundsätzlich „grünes Licht“ für die Gespräche von Bürgermeister Mirko von Pietrowski (parteilos) wegen einer möglichen Fusion des Fleckens Bodenfelde mit den hessischen Nachbargemeinden Oberweser und Wahlsburg.

Das teilt Stefan Fiege als Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Flecken in einer Pressemitteilung mit.

Damit scheint zumindest politisch der Weg frei für die ersten Sondierungsgespräche zu sein, nachdem vor etwa zwei Wochen bereits die Mehrheits-Ratsgruppe Wählergemeinschaft Neue Gruppe mit der CDU Bodenfelde das Vorhaben für Fusionsgespräche begrüßt hat. Fiege hat laut dem einstimmigen Votum nun den Auftrag, den Bürgermeister bei seinem Vorhaben zu unterstützen.

Von Pietrowski hatte in einem offenen Brief die Idee formuliert, dass man in Zeiten eines zusammenwachsenden Europas Entwicklungen im eigenen Land nicht an Landesgrenzen scheitern lassen müsse. In Anbetracht des demografischen Wandels und bei steigenden Kosten könne eine Fusion von Gemeinden in einer Region eine große Chance sein, hieß es in dem Brief des Bürgermeisters der 3200-Seelen-Gemeinde, den er auch an Landtags- und Bundestagsabgeordnete aus dem Weserbergland geschickt hatte.

In der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins unter dem Vorsitz von Christiane Hoffmann-Henze stellte von Pietrowski im Gasthaus Zensing in Bodenfelde den 19 Anwesenden seinen Plan vor. Von Pietrowski habe mit seinem „sehr informativen Vortrag für ein Mandat geworben, um Verhandlungen über einen länderübergreifenden Zusammenschluss mit den hessischen Nachbargemeinden führen zu dürfen“, heißt es von Fiege.

Im Anschluss sei eine lebhafte Diskussion über das Thema entbrannt. Den Sozialdemokraten sei besonders wichtig, dass vor einer Entscheidung über einen Zusammenschluss „die Bürger anzuhören sind und diese letztendlich die Entscheidung zu treffen haben“, schreibt der SPD-Fraktionsvorsitzende weiter.

Die Mitgliederversammlung habe außerdem ganz unter dem Zeichen der bevorstehenden Kommunalwahl im September gestanden. Die Vorsitzende Hoffmann-Henze stellte den Anwesenden gut ein Dutzend Kandidaten aus Bodenfelde und den Dörfern vor, die für SPD in Ortsräten oder dem Gemeinderat kandidieren wollen.

Für die offizielle Benennung der Kandidaten ist noch bis Juni Zeit. Dadurch haben Einwohner noch Gelegenheit, sich in den SPD-Listen eintragen zu lassen, wenn sie in den lokalen Gremien politisch aktiv werden wollen.

Urkunden für Treue

Als Kandidaten der Weser-SPD für die Northeimer Kreistagswahl wurde Stefan Fiege und Harry Arnemann gewählt.

Außerdem gab es Ehrungen beim Jahrestreffen. Christiane Hoffmann-Henze und die stellvertretende Vorsitzende Christina Küster ehrten für ihre langjährige Treue jeweils mit Urkunden und Nadeln der SPD und einem zusätzlichen Präsent des Ortsvereins: Helmut Mazet (50 Jahre), Gustava Schefer-Vietor und Ulrich Beuke (beide 40) sowie in Abwesenheit Reinhold Hartmann (60) und Hans-Jürgen Waldeck (40).

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