Unternehmer hat Gasthaus Kempe in Bodenfelde gekauft - Chance für Saalbetrieb

Nicht mehr leer: Nach 150 Jahren im Familienbesitz hat das Gasthaus Kempe jetzt einen neuen Besitzer. Foto: Dumnitz

Bodenfelde. In Bodenfelde kann man sehr gut leben. Das sagt jedenfalls Sami Reslan (42), der vor einem Jahr das Wesercafé als Restaurant Kretaliano eröffnet hat und sich in der Weser-Gemeinde so wohl fühlt, dass er dort jetzt sesshaft geworden ist.

Der gebürtige Libanese lebt seit 1996 in Deutschland und will das traditionsreiche Gasthaus Kempe-Schneider wieder neu beleben.

Gut zwei Jahre stand das Gasthaus mit Restaurant und großem Saal leer. Reslan und seine aus Griechenland stammende Frau Maria Vamvoukaki (39) haben das Anwesen gekauft. Über den Preis wollen beide nichts sagen.

Sie freuen sich, dass sie in der großen Wohnung über den Gasträumen ein neues Zuhause für die Familie gefunden haben. Während der Sommerferien sind sie von Hann. Münden nach Bodenfelde gezogen. In den nächsten Wochen sollen die Handwerker mit der Renovierung der Wohnung fertig sein.

Von 2003 bis Anfang 2014 betrieben beide in Münden ein griechisches Restaurant. Der Sohn besucht jetzt die fünfte Klasse des Uslarer Gymnasiums, die Tochter den evangelischen Kindergarten in Bodenfelde. „Wir sind alle gut angekommen in Bodenfelde“, sagt Sami Reslan und lobt die gute Aufnahme durch die Bevölkerung.

Blicken optimistisch in die Zukunft: Maria Vamvoukaki (links) und ihr Mann Sami Reslan haben das Gasthaus Kempe in Bodenfelde gekauft und wollen die Gaststätte mit großem Saal wieder zum Leben erwecken. Ein Konzept gibt es aber noch nicht. Foto: Dumnitz

Das meint er auch in Bezug auf das Restaurant Kretaliano mit Weser-Café. Das Geschäft läuft seit gut einem Jahr „noch besser als erwartet“, sagt Sami Reslan. Deshalb will er auch das Gebäude direkt am Weser-Ufer noch kaufen. Demnächst werden die Verträge unterschrieben, sagte er im HNA-Gespräch. Danach soll ein neuer Pizza-Steinofen am Gastraum errichtet werden und zudem soll es im Obergeschoss Veränderungen geben.

Auch über den Kaufpreis des Weser-Cafés schweigt der Unternehmer, der außerdem seit mehreren Jahren das Kretaliano-Selbstbedienungsrestaurant im Göttinger Kaufpark betreibt. Vamvoukaki und Reslan haben zehn Mitarbeiter in ihren Betrieben beschäftigt und wollen alles von Bodenfelde aus regeln.

Ein Konzept für den Betrieb des traditionsreichen Gasthauses Kempe hat das Paar noch nicht. Demnächst will er mit Vereinen und Gruppen im Ort Kontakt aufnehmen, um zu klären, wo Bedarf ist.

Ab sofort kann der große Saal jedoch etwa für Familienfeiern schon gemietet werden. Dazu wird das Catering mit Essen und Getränken angeboten. Auch am Betrieb der Gaststätte haben beide Interesse. Wie alles werden soll, steht aber noch nicht fest. „Es muss sich entwickeln“, zeigen sich die neuen Besitzer zuversichtlich.

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