Erste Flüchtlinge sollen in der kommenden Woche im Ex-Freizeitheim ankommen

Das bisherige kirchliche Freizeitheim: In diesem vom Landkreis Northeim gekauften Gebäude sollen ab der kommenden Woche Flüchtlinge leben. Das sogenannte Haus der Integration wird vom DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim betrieben. Alle Fotos: Dumnitz

Wahmbeck. Die Beschäftigten im Wahmbecker Haus der Integration, dem bisherigen Freizeitheim des Kirchenkreises Leine-Solling, sind auf die ersten Flüchtlinge gut vorbereitet.

Das sagten Hausleiterin Barbara Fischer (Hardegsen) und DRK-Kreisgeschäftsführer Herbert van Loh am Donnerstag beim Tag der offenen Tür. Etliche Menschen nutzten die Gelegenheit, das Haus in Augenschein zu nehmen und erste Kontakte zu den hauptamtlich Beschäftigten zu knüpfen.

„Wir haben viele Gespräche mit den Besuchern geführt“, sagte Heimleiterin Barbara Fischer, die vom DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim zunächst für ein Jahr als Leiterin fest angestellt wurde. Sie arbeitete früher als Hotelfachfrau. Ihr zur Seite stehen derzeit neben dem Koch Marc Heinemann (Hann. Münden) noch vier weitere Mitarbeiter. Insgesamt sollen es acht bis zehn Beschäftigte sein, die sich um bis zu 104 Flüchtlingen kümmern sollen, sagte Fischer.

Noch verwaist: In einem bisherigen Zweibettzimmer haben die Verantwortlichen des DRK ein Spielzimmer eingerichtet. Hauptsächlich sollen Familien in dem Gebäude wohnen.

Zwei Mitarbeiter des Hardegser Unternehmens HKS sollen ab der kommenden Woche rund um die Uhr für Sicherheit in der Unterkunft sorgen. Am Donnerstag gab es abschließende Gespräche zwischen den Sicherheitsleuten, der Polizei und der Hausleitung. „Wir gehen von einem friedlichen Miteinander der Hausbewohner und der Dorfbevölkerung aus“, sagte Herbert van Loh.

Die ersten Flüchtlinge sollen in der nächsten Woche einziehen. Die seien in Erstaufnahmelagern registriert und untersucht worden. In Wahmbeck sollen sie vorübergehend eine Herberge finden, bevor sie in dezentrale Wohnungen einquartiert werden.

„Wir nehmen der Wohnungsnot ein Stück weit die Spitze.“

Inspektion: Beim Tag der offenen Tür sah sich auch Bodenfeldes Ratsvorsitzender Klaus Glaesner die vorbereiteten Zimmer an.

Im Ex-Freizeitheim sollen die Flüchtlinge demnach nur vorübergehend untergebracht werden. Und zwar solange, bis ihnen eine andere Wohnung zugewiesen wird. „Wir nehmen der Wohnungsnot ein Stück weit die Spitze“, sagte van Loh.

Laut dem Konzept des DRK sollen die Flüchtlinge in dem Gebäude ein Zuhause finden. Die Versorgung soll aus der eigenen Küche erfolgen. Gegessen wird in dem bisherigen Speiseraum und für Sprachkurse, die Freizeitgestaltung und zum Spielen gibt es genügend geeignete Räume, lobte DRK-Kreisverbands-Präsident Rolf Parr, der sich das Haus am Donnerstag ebenfalls angesehen hat.

Eigene Küche: Chef in der voll funktionsfähigen Küche ist Koch Marc Heinemann, der von Helfern unterstützt wird.

Der Landkreis Northeim hat das Ex-Freizeitheim für 96.000 Euro vom Kirchenkreis Leine-Solling gekauft. Es seien aber noch nicht alle Verträge rechtskräftig, sagte Herbert van Loh. Der DRK-Kreisverband betreibt das Haus der Integration. Als Stellvertreter von Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski sagte Christian Rohner, dass die Gemeinde dringend ehrenamtliche Flüchtlingspaten für die Hilfestellung im Alltag benötige. Wer Interesse hat, sich als solch ein Pate für die Flüchtlinge in Wahmbeck zu engagieren, soll sich im Rathaus melden, Tel. 05572-93690.

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