Gemeinde-Fusion zwischen Bodenfelde, Wahlsburg und Oberweser über Landesgrenze hinweg?

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Könnte Mittelpunkt werden: Das Rathaus der Gemeinde Wahlsburg (im Bild mit dem Standesbeamten Holger Foerster (links) und Bürgermeister Jörg-Otto Quentin). Überlegt wird eine Fusion der Gemeinden Oberweser, Wahlsburg und Bodenfelde.

Bodenfelde. Mit einem Paukenschlag setzt sich der Bodenfelder Bürgermeister Mirko von Pietrowski für die Zukunft seiner und der zwei Nachbargemeinden Wahlsburg und Oberweser ein.

In einem offenen Brief an Lokal-, Landes- und Bundespolitiker stellt er seine Vorstellungen von einer länderübergreifenden Fusion mit den hessischen Gemeinden vor. Das wäre landesweit die erste überhaupt.

Von Pietrowski ist seit November 2014 Bürgermeister der mit 3200 Einwohnern kleinsten Gemeinde des Landkreises Northeim. Die künftige Haushaltssituation, Bevölkerungsentwicklung und drohende Leistungseinbußen addieren sich nach seiner Überzeugung zu einem Handlungsbedarf. Selbst wenn es Hilfen der Landesregierung und des Landkreises Northeim geben würde, „sehe ich ohne strukturelle Reformen keine nachhaltigen Handlungs- und Zukunftsperspektiven für uns“, heißt es in dem Schreiben.

Um weiter lebens- und handlungsfähig zu bleiben, müsse man auch über die Landesgrenze schauen und über strukturelle Gebietsveränderungen durch einen Zusammenschluss mit den Nachbargemeinden nachdenken.

Der Bodenfelder Bürgermeister rechnet vor, dass man mit den 2100 Einwohnern aus Wahlsburg und 3200 aus Oberweser in einer Großgemeinde „Oberweser“ mit dann zusammen 8500 Einwohnern für die Zukunft wesentlich besser aufgestellt sei. „Ich sehe in dieser Konstellation eine Chance, unsere verbundene Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsregion an der Weser zu stärken.“

Von Pietrowski will sich bereits in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 22. März grünes Licht für Fusionsverhandlungen von den Bodenfelder Ratsmitliedern geben lassen, um mit dem nach der Kommunalwahl im September dann neuen Rat weiter an der ehrgeizigen Zukunftsvision arbeiten zu können. Parallel sollen Vor- und Nachteile eines Zusammenschlusses untersucht werden.

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