Firma aus Norddeutschland

Erste LED-Lampen leuchten schon: Straßenbeleuchtung wird umgerüstet

Neu gegen alt: Andreas Schümann (Foto) installiert im Flecken Bodenfelde vom Hubsteiger aus mit seinem Kollegen Hans-Hermann Rehder die LED-Lampen. Rechts eine alte Neonleuchte. Foto: Dumnitz

Bodenfelde. Auf den Straßen im Gebiet des Fleckens Bodenfelde soll es nachts heller werden.

Mitarbeiter der Firma Pohl aus Hohenwestedt/Schleswig-Holstein haben mit der Montage von 320 neuen LED-Beleuchtung begonnen und wollen neben Bodenfelde in den kommenden zwei Wochen auch Amelith, Nienover, Polier und Wahmbeck mit der stromsparenden Technik ausstatten. Durch den geringen Stromverbrauch ist es möglich, dass die Lampen die ganze Nacht brennen und so für mehr Sicherheit in den Orten sorgen. Abends schaltet sich die Beleuchtung ein. Zwischen 23.30 und 4.30 Uhr wird die Leuchtkraft dann um 50 Prozent reduziert.

„Die Männer arbeiten schnell und gut“, lobte Frank Mordmüller von der Gemeindeverwaltung. Mit Hilfe von Hubsteigern werden zunächst die alten Beleuchtungskörper vom Strom abgeklemmt. Dann werden die Lampen mit unterschiedlichen Leuchtmitteltypen (Natriumdampf-, Kompaktleuchtstoff sowie Quecksilber-Dampfleuchten) abgenommen und die Peitschenmasten ein Stück gekürzt. Anschließend montieren Andreas Schümann und sein Kollege Hans-Hermann Rehder die neue LED-Technik.

„Wir haben im Gemeindegebiet Masthöhen zwischen 3,50 und elf Meter Höhe“, sagte Mordmüller. Installiert werden Leuchten der Marke Schreder vom Typ Ampera. Die gelten als sehr effizient und haben vermutlich eine Lebensdauer von 100 000 Stunden bei einer Garantiezeit von zehn Jahren. „Bis auf die Reinigung der Scheiben dürften bei circa 4000 Betriebsstunden pro Jahr in den nächsten 20 bis 25 Jahren keine Reparaturkosten für Leuchtmittel anfallen“, glaubt Mordmüller. Die vor Beginn der Sanierung beauftragte Beleuchtungsmessung hat ergeben, dass jeder einzelne Leuchtpunkt im Gemeindegebiet heller wird. Nachdem die ersten LED-Lichter jetzt leuchten, bestätige sich die Berechnung: „Die neuen Leuchtkörper sind deutlich heller“, freut sich der Mitarbeiter des Fleckens. Jede einzelne Straßenlampe könne variabel gesteuert werden.

Die Mitarbeiter der Firma Pohl tauschen zudem 40 zum Teil sehr alten Metallmasten aus. Der Rat des Fleckens hat die Umrüstung der Straßenbeleuchtung mehrheitlich beschlossen. Eigentlich sollten die Arbeiten bereits Ende Dezember abgeschlossen sein, doch es gab Lieferprobleme der LED-Leuchten aus der Schweiz.

Umrüstung für 200.000 Euro

Die Kosten gibt Mordmüller mit 200.000 Euro an. 170.000 Euro kostet die Umrüstung der Leuchtköpfe sowie die Lieferung und Montage der neuen Lichtmasten. Mit 30.000 Euro schlagen die Ingenieur-Leistungen, das Gutachten und die Umbauarbeiten an den Einspeisestellen zu Buche.

Die Gemeinde erhält rund 20 Prozent Fördergeld vom Bund und 13.500 Euro von der EAM gGmbH. An der Finanzierung sind auch die Anlieger der Straßen nach der Straßenausbaubeitragssatzung beteiligt. Weil die Berechnung zeitaufwändig ist, rechnet Mordmüller damit, dass die Anwohner ihre Rechnungen wohl erst im Frühjahr 2016 erhalten. Den Rest zahlt der Flecken Bodenfelde. (jde)

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