Geringer Schaden

Feuer im Bodenfelder Holzkohlewerk durch Glutnest in Filteranlage

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Suche nach Glutnestern: Die Feuerwehr setzte neben einer Drehleiter auch eine Wärmebildkamera ein. Foto: Dumnitz

Bodenfelde. Im Holzkohlewerk Profagus in Bodenfelde hat es gebrannt. Die Feuerwehr hatte den Brand nach einer Stunde unter Kontrolle.

Aktualisiert um 15.20 Uhr:

Bei Wartungsarbeiten an einer abgeschalteten Filteranlage außerhalb der Holzkohleproduktion entstand am Mittwoch gegen 11.30 Uhr ein Feuer auf dem Firmengelände des Unternehmens ProFagus in Bodenfelde. Zunächst hatten Mitarbeiter des Unternehmens, bei dem eine Werksfeuerwehr im Aufbau ist, Maßnahmen zur Eindämmung des Schwelbrandes ergriffen. 

Um ein Ausbreiten des Feuers und damit größeren Schaden zu vermeiden, wurde jedoch die Feuerwehr alarmiert. Wenige Minuten später hatten 18 Feuerwehrleute aus Bodenfelde, 14 aus Uslar sowie zwölf Mitarbeiter des Unternehmens bereits Schlauchleitungen verlegt und mit Löschwasser das Feuer in der Filteranlage unter Kontrolle, sagte Bodenfeldes Gemeindebrandmeister Jens Rölke als Einsatzleiter. 

Grund für die Wartungsarbeiten an der über 15 Meter hohen Filteranlage sei eine Verstopfung gewesen, sagte Bernward Wosnitza von der Firma ProFagus, der Leiter der künftigen Werksfeuerwehr sein soll. Beim Öffnen der Anlage sei am Fuß ein Glutnest entdeckt worden. In der Folge habe es dann eine Verpuffung gegeben. Dadurch habe der Filter der Griesanlage auf der gesamten Länge gebrannt. 

Eher geringer Sachschaden 

Die massive Anlage sei von Außen mit Wasser gekühlt worden. Über eine Leiter verschafften sich Feuerwehrleute unter Atemschutz Zugang zum oberen Bereich der Anlage um mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern zu suchen, sagte Rölke. 

Durch den gut einstündigen Feuerwehreinsatz wurde die Filteranlage komplett geleert. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Wosnitza und ProFagus-Geschäftsführer Uwe Belz gehen aber davon aus, dass der Schaden eher gering ist. Es werde wohl mindestens einen Tag lang dauern, bis die Filteranlage wieder in Betrieb gehen könne, sagte Belz. 

Die Produktion des Unternehmens einschließlich der Herstellung von Holzkohle sei jedoch durch den Ausfall der Filteranlage nach dem Feuer nicht eingeschränkt. Der Betrieb werde normal weiterlaufen. Belz und auch Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski lobten die gute Kooperation der Feuerwehren aus Bodenfelde, Uslar und der im Aufbau befindlichen Werksfeuerwehr. 

Pietrowski freute sich, dass durch die nachbarschaftliche Unterstützung der Feuerwehren auch werktags ein solcher Einsatz gut abgearbeitet werden könne. Neben den 44 Feuerwehrleuten waren auch zwei Rettungssanitäter der SEG Solling vorsorglich alarmiert worden. Verletzt wurde bei dem Vorfall auf dem Werksgelände niemand. (jde)

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