Neues Löschfahrzeug

Feuerwehr Bodenfelde will Sorglos-Paket für 350.000 Euro

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Fahrzeugflotte vor dem neuen Gerätehaus: Für die Einweihungsfeier im vergangenen Sommer wurden die Fahrzeuge ins Freie gefahren. Der 36 Jahre alte Magirus Deutz (links) soll ersetzt werden. Archivfoto: Dumnitz

Bodenfelde. Das bisherige Löschfahrzeug (Baujahr 1981) der Ortsfeuerwehr Bodenfelde soll durch ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) ersetzt werden.

Kostenpunkt: 300.000 bis 350.000 Euro. Der Neubeschaffung haben die Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Ordnung bereits zugestimmt, abschließend muss der Verwaltungsausschuss entscheiden. 

Gemeindebrandmeister Jens Rölke stellte den Lokalpolitikern des Fachausschusses die Pläne eines Vorbereitungsteams (Planungsgruppe Neubeschaffung) der Feuerwehr vor. Dabei stellte er die Vorteile der Ausrüstung heraus. Ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug sei angesichts der geänderten Aufgabenstellung für eine Stützpunktfeuerwehr wie Bodenfelde nötig. Die Feuerwehr werde öfter bei Hilfeleistungen (Unfälle) benötigt, als bei Bränden, hieß es. Deshalb sei ein Allround-Fahrzeug nötig.

Wunsch-Fahrzeug

Das Wunsch-Fahrzeug der Feuerwehrleute sei dafür gut ausgestattet. Es müsse auch über einen Allradantrieb verfügen und einen 2000 Liter Wasserlöschtank, weil etliche Einsätze in freier Landschaft seien. Und auch eine mehrteilige Schiebeleiter gehöre zur Ausstattung, die etwa den zweiten Rettungsweg für die alte Schule mit abdecke und ein ausfahrbarer Lichtmast.

Ein HLF 10 sei eine kleinere Variante, die laut Bürgermeister Mirko von Pietrowski wohl ausreiche und den gesetzlichen Forderungen der Mindestausstattung genüge. Die Feuerwehr wünscht sich laut Rölke aber die HLF 20-Variante, weil das besser und die Ortsfeuerwehr Bodenfelde damit für die nächsten 25 Jahre zukunftsfähig aufgestellt sei. Der preisliche Unterschied zwischen den beiden Varianten liege bei 35 000 bis 85 000 Euro. Ein HLF 10 werde vermutlich 300 000 Euro kosten, eine HLF 20 rund 350 000 Euro. Für die Beschaffung sei eine europaweite Ausschreibung nötig hieß es.

Der Wunsch der Feuerwehr ist schon sehr speziell ausgearbeitet, was das Fahrwerk, Gestell und den technischen Aufbau des Fahrzeugs angeht. Wenn der Flecken die Ausschreibung/Beschaffung von einem Büro planen lässt, kostet das zusätzlich 5500 Euro an Honorar. Auch dem stimmte der Fachausschuss bereits einmütig zu. Erneuer werden soll auch die Ausstattung, weil die bisherige so alt sei, wie das Fahrzeug. Die Gemeinde sei laut Rölke gesetzlich verpflichtet, bei Brandschutz und Hilfeleistung die Ausrüstung den örtlichen Verhältnissen für eine leistungsfähige Feuerwehr anzupassen.

Hauptarbeitsmittel

Ein HLF 20 sei somit das Hauptarbeitsmittel zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung, sagte Rölke abschließend. Auch vor dem Hintergrund, dass tagsüber nicht sehr viele Feuerwehrleute vor Ort einsatzfähig seien, sei die HLF 20-Variante aus Sicht der Planungsgruppe ein „Sorglos-Paket“. (jde)

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