Empfang zum Jubiläum

Förderverein führt das Freibad seit 25 Jahren

Bodenfelde. Wenn Not ist, dann kommen die Helfer. Das sagte Hansjörg Mascher am Sonntag bei einem kleinen Empfang im Bodenfelder Freibad. Der Grund: Das Bad am Nienoverer Weg wird in der 25. Saison in Bürgerhand betrieben. Der Vorsitzende des Fördervereins mit über 500 Mitgliedern erinnerte an den Kampf um den Erhalt des Freibades.

Wegen Wasserverlusts wurde das Bad des Fleckens am 16. August 1993 geschlossen. Schon wenige Tage später gab es erste Protestbriefe, einen Monat später wurden 1500 Unterschriften zum Erhalt an den Gemeinderat eingereicht – doch der erste Rettungsversuch scheiterte.

Michael Panchyrz und Erich Siemon seien dann die Motoren für die Gründung eines Fördervereins (Januar 1994 mit 124 Bürgern) gewesen. Einen Tag vor Muttertag im Mai 1994 wird das Bad dann mit einem Anschwimmen wieder eröffnet – von Freiwilligen. Bis Ende der Saison im Oktober waren 30 000 Menschen im Freibad.

Zwischendurch gab es Probleme mit der Chlorung und der Schwimmaufsicht, sagte Mascher. Und immer wieder saß den Verantwortlichen das Gesundheitsamt im Nacken. Immer wieder wurde saniert, nachgebessert, erneuert und um den Fortbestand gezittert. Sogar die Existenz stand auf der Kippe, als es hieß, der Vorstand hafte für Schäden auch mit Privatgeld fürs Freibad. Deshalb übernahm Anfang 2003 wieder der Flecken das Bad. Der Förderverein unterstützt und übernimmt seither wesentliche Aufgaben, heißt es im Vertrag. Einige Helfer seien seit 25 Jahren dabei.

Nach einer Bürgerbefragung wird wieder Geld in das Bad gesteckt, 2010 bleibt es wegen Bauarbeiten geschlossen. Es gibt neue Filteranlagen und Beckenköpfe. Und seit 2015 führt die von der Gemeinde fest angestellte Schwimmmeisterin Carmen Seybold Regie im Bad. Chlorwerte im Wasser stimmen, Badegäste kommen, Anlage und Hygiene haben laut Mascher den bisher höchsten Stand erreicht.

Ratsherr Glaesner, der früher im Fördervereins-Vorstand war, erinnerte an die Arbeitseinsätze und verschiedenste Veranstaltungen vom Sensenklang über Discos und Ferienspaßaktionen bis hin zu Cocktail- und Grillabenden. Glaesner und Mascher waren sich einig: Das Bad ist durchaus ein Lebensmittelpunkt in Bodenfelde. (jde) HINTERGRUND

Rubriklistenbild: © Foto: Jürgen Dumnitz

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