Gemeinderat erteilt Auftrag

Bodefelder Bürgermeister führt Fusionsgespräche mit Nachbargemeinden

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Könnte Mittelpunkt werden: Das Rathaus der Gemeinde Wahlsburg (im Bild mit dem Standesbeamten Holger Foerster (links) und Bürgermeister Jörg-Otto Quentin). Überlegt wird eine Fusion der Gemeinden Oberweser, Wahlsburg und Bodenfelde.

Bodenfelde. Der Flecken Bodenfelde spricht sich für ergebnisoffene Verhandlungen über den länderübergreifenden Zusammenschluss der Weser-Gemeinde mit den hessischen Gemeinden Oberweser und Wahlsburg aus.

In der öffentlichen Sitzung des Bodenfelder Gemeinderates gab es am Mittwoch einen einstimmigen Beschluss der Anwesenden Ratsmitglieder. Damit wurde Bürgermeister Mirko von Pietrowski beauftragt, bei den Nachbargemeinden abzuklären, ob diese bereit sind, mit dem Flecken Bodenfelde Sondierungsgespräche „mit dem Ziel einer Gebietsänderung durch Zusammenschluss“ zu führen.

Auf Grundlage der ersten Gespräche soll dann das weitere Vorgehen festgelegt werden, hieß es in der Sitzung vor 18 Zuhörern im Gasthaus Zur Krone in Bodenfelde.

Unter den Gästen waren auch die neue Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel sowie Wahlsburgs Bürgermeister Jörg-Otto Quentin sowie der ständige Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Oberweser, Cornelius Turrey, sowie einige Lokalpolitiker der beiden Gemeinden.

Offener Brief

Turrey und Quentin hatten sich bereits vor einigen Wochen positiv zu dem Vorstoß des Bodenfelder Bürgermeisters geäußert. Von Pietrowski hatte eine mögliche Fusion in einem offenen Brief vorgeschlagen, den er auch an Bundes- und Landtagsabgeordnete geschickt hat.

Vor der Abstimmung sagte der Ratsvorsitzende Klaus Glaesner, dass er bei seiner Recherche festgestellt habe, dass die drei Orte bereits zu Zeiten der Herzogtümer Braunschweig und Sachsen zusammen gehörten.

Bevölkerungsrückgang

Von Pietrowski warb für die Fusionsgespräche unter anderem mit der rückläufigen Einwohnerzahl, die er aktuell mit 3146 (47 weniger als vor einem Jahr) angab. „Weniger Menschen sorgen jedoch nicht für weniger Kosten“, sagte er weiter. Deshalb sei es sinnvoll jetzt, solange man selbst noch handeln und mitgestalten könne, mit den neuen Kommunalparlamenten zu beraten, wohin die Reise gehen soll.

Es müsse bei den anstehenden Gesprächen darum gehen, dass Bewusstsein für eine weitere Annäherung zu stärken. Vorhandene Schnittmengen (Schulen, Feuerwehr, Einkaufsgelegenheiten, Wasser-und Abwassersituation, Ärzte, Vereine) sollten intensiviert werden, weil die Luft für jede Gemeinde einzeln betrachtet „deutlich dünner wird“, so von Pietrowski. Er sprach von anstehenden Gesprächen mit „kommunalen Freunden“. Sollten diese Gespräche scheitern, dann werde er seine Vision von einer Weser-Großgemeinde einstampfen.

Lesen Sie dazu auch:

- Gemeinde-Fusion zwischen Bodenfelde, Wahlsburg und Oberweser über Landesgrenze hinweg?

Bodenfelder SPD stützt von Pietrowski für Gespräche über Gemeinden-Fusion

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