Wahl am 25. Mai

Gerücht: Bürgermeister Koch verzichtet auf Kandidatur

Hartmut Koch

Bodenfelde. Bürgermeister Hartmut Koch will sich Gerüchten zufolge entgegen seiner ersten Äußerung doch nicht zur Wiederwahl stellen. Am 25. Mai sollen die Wähler der mit 3283 Einwohnern kleinsten Gemeinde im Landkreis Northeim zur Wahl des Verwaltungschefs an die Urnen treten.

Auf Nachfrage erklärte Koch am Donnerstag der HNA, dass er sich „in dieser Woche nicht öffentlich“ zu dem Thema äußern werde. Gleichzeitig kündigte er für kommende Woche eine schriftliche Information zu seiner Bürgermeister-Kandidatur an.

Im Umfeld des Bodenfelder Rathauses ist derweil bereits zu hören, dass Koch ab Herbst eine andere Arbeit habe und sich nicht ein drittes Mal zur Wahl stelle. Er wirke wie von einer Last befreit und gelöst, heißt es.

Kandidaten für den Chefsessel in Bodenfelde können sich laut Auskunft von Gemeindewahlleiterin Ramona Kolbe noch bis Montag, 7. April, bis 18 Uhr für den höchsten Verwaltungsposten in der Gemeinde mit den Ortschaften Wahmbeck, Polier, Nienover und Amelith bewerben.

Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Christian Ilsemann, sagte zum möglichen Kandidatur-Verzicht von Koch, dass man abwarten werde, ob sich die mittlerweile offen gehandelten Gerüchte bestätigen. Einen eigenen Kandidaten der CDU werde es nicht geben, wenn klar sei, dass Koch nicht antrete.

SPD-Ratsfraktionschef Stefan Fiege betonte, dass Bodenfelde grundsätzlich ein Leitbild fehlt. Wenn Koch nicht zur Wahl antrete, ergäben sich neue Konstellationen im Hinblick auf die Unterstützung eines Kandidaten, der in der Vergangenheit geäußert habe, dass er seinen Hut nur dann in den Ring werfen wolle, wenn der Amtsinhaber nicht kandidiert.

Fraktionen warten ab

Klaus Glaesner sagte als Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Neue Gruppe, dass es die Gerüchte gebe. Wenn diese bestätigt würden, müsse man sehen, wie man mit der neuen Situation umgehe.

Koch ist seit 2001 Bürgermeiser in Bodenfelde und damit der erste hauptamtliche Bürgermeister der Weser-Gemeinde. Bei der Bürgermeister-Stichwahl am 23. September des gleichen Jahres setzte er sich mit 1272 Stimmen (65,6 Prozent) gegen Waldemar Fricke durch. Am 18. März 2001 war er zunächst als Kandidat für die Bürgermeister-Direktwahl in seiner Wahlheimat Wahlsburg gescheitert.

Die zweite Amtsperiode begann für Koch nach der Bürgermeisterwahl am 10. September 2006. Da wurde er mit 74,14 Prozent (1416 Stimmen) erneut gewählt. Gegenkandidat Frank Krüger schaffte 25,86 Prozent. (ows/jdx/shx)

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