Heeresmusikkorps Kassel begeistert mit Polka und Walzer im Freibad Bodenfelde

Marschmusik vom Feinsten: Vor 200 schunkelfreudigen Zuschauern spielte das Heeresmusikkorps Kassel in Egerländerbesetzung im Freibad Bodenfelde. Der Erlös geht an das Forum Kinderarmut. Foto: Porath

Bodenfelde. Das Heeresmusikkorps Kassel und der Bodenfelder Schüttenhoff pflegen seit Jahren gute Beziehungen. Die lassen sich auch durch viel Wasser vom Himmel nicht belasten, wie das Benefizkonzert zugunsten des Forums Kinderarmut vor 200 Zuschauern im Freibad zeigte.

Um sowohl Zuschauer wie auch Musiker trocken durch den Abend zu bringen, hatten die freiwilligen Helfer keine Mühen gescheut, einen überdachten Bühnenanhänger besorgt und den geschützten Raum vor den Umkleidekabinen für das Publikum bestuhlt. Weil die 19 Musiker, eine Musikerin und der Dirigent nicht auf den Anhänger passten, musste noch einmal umdisponiert werden. Die Stühle für das Publikum wurden gedreht und das Musikkorps vor dem Eingang zum Freibad-Café platziert.

Den ersten Knaller des Abends lieferten die Schüttenhoff-Mitglieder selbst. Sie hatten zwei Kanonen auf der Freibad-Wiese aufgebaut, die mit je zwei Schuss das Konzert eröffneten.

Erstklassige Blasmusik

Vom ersten Stück an kamen die Fans erstklassig intonierter Blasmusik auf ihre Kosten. Der Chef des Heeresmusikkorps, Major Tobias Terhardt, hatte seine „Egerländerbesetzung“ mit ihrem Dirigenten Jan Schörter mitgebracht. Sie spielten Märsche, Polka und Walzer und brachten das Publikum nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit einem gut aufgelegten Moderator in Schwung. Hauptfeldwebel Rainer Hartel, im Orchester als Schlagzeuger aktiv, hatte den Job nach eigenen Angaben spontan übernehmen müssen, erwies sich jedoch als echter Glücksgriff.

In breitem Bayerisch führte er mit vielen Anekdoten sehr ausführlich durch das Programm und ermunterte die Zuschauer zum Mitmachen. Bis letztes Jahr habe das Ensemble noch gut besuchte Schunkel-Workshops angeboten, so Hartel, die seien jetzt leider aus Kostengründen gestrichen worden. Nachhilfe beim Schunkeln brauchten die Bodenfelder dann doch nicht. Sie spendeten dem Orchester schon vor der Pause lang anhaltenden Beifall und Bravo-Rufe.

Die Zugabe hatte es sich damit redlich verdient. Es gab, wie könnte es anders sein, den „Schüttenhoff-Marsch“. (zyp)

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