Nächtlicher Feuerwehreinsatz

Kellerbrand in Wahmbeck: Vier Verletzte durch Rauchgase

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Löscheinsatz unter Atemschutz: Beim Kellerbrand an der Weserstraße in Wahmbeck erlitten vier Personen eine Rauchgasverletzung. Bei dem Feuer gab es eine starke Rauchentwicklung.

Wahmbeck. Bei dem Versuch, noch Gegenstände aus ihrem brennenden Kellerraum zu retten, erlitten vier Hausbewohner in Wahmbeck am Donnerstagabend eine Rauchgasvergiftung.

Aktualisiert um 15.37 Uhr - Sie wurden zur Beobachtung mit Rettungswagen in das Klinik- und Rehazentrum Lippoldsberg transportiert, haben laut Mitteilung der Uslarer Polizei das Krankenhaus aber am Freitagvormittag wieder verlassen. 

Gegen 21.45 Uhr ertönte am Donnerstag in dem Weser-Dorf die Sirene. Wenige Minuten später waren Feuerwehrleute aus Wahmbeck und Bodenfelde vor Ort und löschten die Flammen unter schwerem Atemschutz. Zur Belüftung wurde später ein Großgebläse wegen der starken Rauchentwicklung eingesetzt. 

Brandursache soll laut eines Brandsachverständigen der Polizei ein technischer Defekt an der Heizungsanlage gewesen sein, hieß es Freitagnachmittag. Die Polizei schätzt den Sachschaden in dem Gebäude auf 50.000 Euro. Sicherheit geht vor Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski hat indes auf die Gefahren durch Rauchgase hingewiesen. 

Es sei zwar menschlich nachvollziehbar, dass man bei einem Feuer sein Hab und Gut durch eigene Löschversuche schützen will oder auch persönliche Dinge noch in Sicherheit bringen möchte. Leider werde dabei vergessen, dass oft nicht die Flammen, sondern die Rauchgase das Leben bedrohen. Reizgase, Giftgase und Rußpartikel, deren Verhältnis kaum vorhersehbar ist, können unbemerkt die Gesundheit massiv schaden. Besonders gefährlich ist der Bestandteil Kohlenstoffmonoxid. 

Das geruchlose Gas kann schon nach wenigen Atemzügen zur Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen. Sicherheit geht daher vor. Pietrowski rät, die Brandstellen nur unter Atemschutz zu betreten. Das sollten auch nur die dafür ausgebildeten Feuerwehrleute machen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Wer sichergehen will, solle in seinem Wohnbereich nicht nur einen Rauchmelder, sondern auch noch einen CO-Melder anbringen, so der Bürgermeister.

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