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Bodenfelder veröffentlicht sein erstes Buch mit 14 Essays

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Von: Jürgen Dumnitz

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Buchvorstellung im Lieblingssessel: In seinem Arbeitszimmer stellte der frühere Lehrer Michael Panchyrz aus Bodenfelde sein erstes Buch mit dem Titel „Über Alternativen zur Alternativlosigkeit“ vor.
Buchvorstellung im Lieblingssessel: In seinem Arbeitszimmer stellte der frühere Lehrer Michael Panchyrz aus Bodenfelde sein erstes Buch mit dem Titel „Über Alternativen zur Alternativlosigkeit“ vor. © Jürgen Dumnitz

Michael Panchyrz aus Bodenfelde hat sein erstes Buch veröffentlicht.

Bodenfelde – Dass der Bodenfelder Michael Panchyrz eine eigene Meinung hat, die er auch gut mit durchdringender Stimme untermauern kann, hat er über Jahrzehnte als Lehrer an der Gesamtschule und vor allem als Lokalpolitiker und langjähriger Vorsitzender des örtlichen Freibad-Fördervereins immer wieder bewiesen. Jetzt hat er ein Buch mit dem Titel „Über Alternativen zur Alternativlosigkeit“ geschrieben, das im Verlag Tredition (Hamburg) erschienen ist.

Panchyrz geht in 14 Essays zu aktuellen Themen auf Spurensuche, findet mit gesundem Menschenverstand Antworten und macht deutlich, dass jede Medaille zwei Seiten hat. Er setzt er sich mit verschiedenen Sachverhalten auseinander und entwickelt daraus seine Meinung, seine Sichtweise und seine Einschätzung. Quasi in Echtzeit, weil er die vergangenen Monate der Corona-Beschränkungen zum Schreiben nutzte. Da geht es um Krieg und Frieden, Mensch und Natur, den Glauben, Religion und Kirche, die Geburt eines Nazis und das Recht auf Leben, um Sinn und Unsinn von Demokratie und Änderungen des Infektionsschutzgesetzes.

In einem Abschnitt schreibt er fast autobiografisch über seine „unsagbar große Schuld“, geht dem Fall von Stauffenberg auf den Grund und beschäftigt sich mit der „Utopie Globaler Frieden“. Unterschiedliche Betrachtungsweisen bietet Michale F. Panchyrz, wie er sich als Autor nennt, zu den Themen Politik und Politiker an, äußert sich zu Gender-Sternchen, den Kampf gegen die Klimakatastrophen und das Lernen aus der Geschichte.

Panchyrz schreibt auf 216 Seiten, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Wenn uns die Komplexität unserer Welt überfordere, dann erscheine eine Vereinfachung oft alternativlos. Das führe uns die Corona-Politik vor, gelte aber auch bei Themenfeldern, die von Macht und Märkten beeinflusst werden, schreibt der Autor.

Durch seine Standpunkte wehrt sich Panchyrz gegen den Glauben an die Alternativlosigkeit. Sein Buch ist ein Stück weit eine Gratwanderung, vor allem weil das Wort Alternative im Zusammenhang mit den Äußerungen eines ehemaligen US-Präsidenten mit seinen auf nichts und niemanden Rücksicht nehmenden „alternativen Wahrheiten“ ein äußerst fragwürdiges Geschmäckle hat.

Aber der Familienmensch Panchyrz schafft den Spagat, zwickt und zwackt an herkömmlichen Darstellungen und hinterfragt unter dem Motto „die Gedanken sind frei“ an etlichen Stellen die Ereignisse, das Geschehen und die „übliche“ Sicht auf die Dinge. Der dreifache Opa Panchyrz ist 65 Jahre alt, zweifacher Vater und seit 40 Jahren mit seiner Frau verheiratet, verrät der in Kassel geborene in seinem Werk. Er schrieb schon als Kind Gedichte und ist seit Jahren leidenschaftlicher Harley-Cruiser.

Panchyrz schrieb seine Gedanken in Ich- und Wir-Form mit Blick auf vergangene Geschehnisse auf und wagt auch einen Blick in die Kristallkugel. Das kann jetzt jeder nachlesen.

Michael F. Panchyrz, Über Alternativen zur Alternativlosigkeit, Verlag Tredition, ISBN 978-3-347-39013-3, Taschenbuch 8,99 Euro, Hardcover 16,99 Euro, E-Book 2,99 Euro. (Jürgen Dumnitz)

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