Ein Museum auf Schildern für Touristen

22.000 Euro-Projekt für Informationen über die Ortsgeschichte

Tolles Projekt für Touristen: Jennifer Pickhard (von links) mit Reinhard Papesch und Theo Wegener an der Infotafel zum Thema Salz im Park am Reiherbach. Foto: Dumnitz

Bodenfelde. Wenn die Leute nicht ins Heimatmuseum kommen, dann kommt das Museum einfach zu den Leuten. Zumindest dahin, wo sich öfter viele Leute aufhalten. Unter diesem Motto haben sich die Verantwortlichen des Heimat- und Museumsvereins Bodenfelde für ein Projekt eingesetzt, das jetzt abgeschlossen werden.

Ein Dutzend dreieckige Aufsteller mit jeweils drei Informationstafeln zu den unterschiedlichsten Themen haben Mitglieder des Vereins und Helfer des Verkehrsvereins fest im Boden installiert. Die wetterfesten Schautafeln mit historischen Bildern geben dem Betrachter Erklärungen etwa zum früheren Hafen an der Schlagd, zum Salzsiden im Park am Salzkotten und zu vielen anderen Themen.

Gekostet hat das Projekt 22.000 Euro. 10.000 Euro hat der Verein als Fördergeld über das Projekt LandZukunft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft erhalten. Für die Vergabe im Gebiet der Städte und Gemeinden des Landkreises Holzminden, die Städte Dassel und Uslar sowie der Gemeinden Oberweser, Wahlsburg und Bodenfeldeder war das Tourismus-Zentrum der Solling-Vogler-Region (SVR) im Weserbergland über den Landkreis Holzminden.

12.000 Euro steuerte der Museums- und Heimatverein durch Arbeitsleistungen und Geld bei, sagte der Vorsitzende Reinhard Papesch bei einer Stippvisite des SVR-Geschäftsführers Theo Wegener. Der freute sich zusammen mit Jennifer Pickhard von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Holzminden über die Fertigstellung des Modellprojektes in der Wesergemeinde.

Tafeln im Gemeindegebiet

Infotafeln sind im gesamten Gemeindegebiet zu lokalen Themen aufgestellt worden. Auch in Wahmbeck nahe der Fähre etwa zum Thema Wein, in Amelith zur Spiegel- und in Polier zur Glasherstellung im Mittelalter. Am Schloss Nienover gibt es ebenfalls Schautafeln zur Geschichte.

Das Projekt LandZukunft zielt auf die Ausschöpfung regionaler Tourismuspotenziale ab, weil der Tourismus zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Region gehört, heißt es zum Hintergrund der Förderung.

Laut Wegener gibt es auch weiterhin Möglichkeiten über verschiedene Förderkulissen Geld zur Kofinanzierung für bestimmte Vorhaben zu bekommen. Bis Januar müssten etwa Anträge für Förderprojekte im Bereich Tourismus beim SVR in Neuhaus vorliegen. Weitere Fördermöglichkeiten gebe es wohl auch für den Bereich der aufstrebenden Regionalmarke „Echt! Solling-Vogler“ und die Qualitätsverbesserung im gastronomischen Bereich. (jde)

Infos und Kontakt: SVR in Neuhaus, Telefon 05536-960970; Internet: www.solling-vogler-region.de

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