Beitritt zu Stadtwerken 

Neue Gemeinde Wesertal: Stadtwerke Uslar GmbH bieten sich als Versorger an

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Wer betreibt das Wassernetz in der fusionierten Gemeinde Wesertal? Diese Frage müssen die Lokalpolitiker in Wahlsburg und Oberweser bis zum 24. Juni entscheiden. Auch die Stadtwerke Uslar GmbH hat Interesse. 

Der Vertrag zur Fusion der Gemeinden Wahlsburg und Oberweser zur neuen Gemeinde Wesertal ist fast komplett. Was noch fehlt, ist ein Wappen - und ein Plan, wer sich um Wasser und Abwasser kümmert. 

In der jüngsten öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung Oberweser in Gieslwerder warb der Geschäftsführer der Stadtwerke Uslar GmbH, Martin Adolph /Kammerborn), für einen Beitritt der neuen Gemeinde zu den Stadtwerken.

Er sagte, dass die Stadtwerke GmbH aufgrund einer großen Einkaufsgemeinschaft für Wasser, Gas und Strom bessere Preise erzielen könne. Man sei an Windkraft beteiligt, damit man Einfluss nehmen könne, auch wenn es da Pro und Contra gebe.

Geld und Personal sparen

Adolph warb dafür, einen Eigenbetrieb Oberweser zu gründen, der gleichberechtigt neben den Stadtwerken Uslar (27 Mitarbeiter) und dem Abwasserbetrieb Stadt Uslar (elf Mitarbeiter) existiere, wobei aber Rechnungswesen, Personalführung, Betriebsleitung und Betriebsdurchführung gemeinsam erledigt würden, was Geld und Personal spare.

Je mehr Kunden, desto günstiger

Für den Eigenbetrieb gäbe es zwei Varianten: Einmal die Einstellung eigenen technischen Personals mit kaufmännischer Abwicklung durch die Stadtwerke GmbH. Alternativ könnte man mit dem Personal der Abwasserwerke Uslar arbeiten, das dann aufgestockt würde. Die Gebühren würde der Gemeindevorstand von Wesertal festlegen. Die Preise seien noch offen, die Gebühren würden sich vermutlich am jetzigen Niveau orientieren, allerdings abhängig davon, in welchem Zustand die Anlagen im Gebiet der Gemeinde Oberweser sind und was darin noch investiert werden muss.

Je größer die Zahl der Kunden, desto günstiger pro Kopf würden die Gebühren ausfallen, nannte Adolph als Synergieeffekt einer möglichen Kooperation.

Es gibt noch weitere Angebote 

Falls die Lösung für ganz Wesertal gelten solle, dann müsste Wahlsburg aus dem Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZ) Solling mit Hauptsitz in Lauenberg austreten, hieß es. Seit 2002 ist die Gemeinde Wahlsburg mit seinen Wasser- und Abwasseranlagen dem WAZ beigetreten.

Laut WAZ-Geschäftsführer Joachim Hawranke (Uslar) hat der WAZ den Lokalpolitikern für die fusionierende Gemeinde Wesertal ebenfalls bereits ein Angebot zur Erweiterung vorgelegt. Auch der WAZ habe ein Interesse an der Belieferung mit Frischwasser und der Entsorgung von Abwasser.

Laut Oberwesers Bürgermeister Cornelius Turrey hätte die Wahl zwischen den Modellen kaum Einfluss auf die Wasserpreise. Entscheidend sei, dass in der gesamten Kommune Wesertal der gleiche Wasserpreis gelte. Nun soll der Haupt- und Finanzausschuss von Oberweser entscheiden.  

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