Abstimmungsergebnis

Ortsrat in Wahmbeck behält seine neun Sitze

Ortsrat Wahmbeck: Im Beisein von Kämmerer Gerald Wucherpfennig (v. l.) und Hauptamts-Mitarbeiterin Ramona Kolbe informierte Bürgermeister Mirko von Pietrowski die Ortsratsmitglieder Rainer Otto, Christian Ilsemann, Hubert Wagenknecht, Ulrich Otte, Christiane Hoffmann-Henze und Ortsbürgermeister Jürgen Börke.
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Ortsrat Wahmbeck: Im Beisein von Kämmerer Gerald Wucherpfennig (v. l.) und Hauptamts-Mitarbeiterin Ramona Kolbe informierte Bürgermeister Mirko von Pietrowski die Ortsratsmitglieder Rainer Otto, Christian Ilsemann, Hubert Wagenknecht, Ulrich Otte, Christiane Hoffmann-Henze und Ortsbürgermeister Jürgen Börke.

Der Ortsrat Wahmbeck bleibt unverändert, was die Zahl der Sitze angeht.

Wahmbeck – Frust und Optimismus lagen bei der Abstimmung über die künftige Größe des Wahmbecker Ortsrates am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus dicht beieinander.

Während Ortsbürgermeister Jürgen Börke und auch Christiane Hoffmann-Henze (beide SPD) beklagten, dass sie im Vorfeld der Sitzung und der anstehenden Kommunalwahl in Niedersachsen im Herbst dieses Jahres bisher keine Interessenten als Kandidaten für einen der neun Ortsratsplätze begeistern konnten und folglich für eine Verkleinerung des Gremiums auf sieben Plätze plädierten, schwärmte Christian Ilsemann (CDU) geradezu von großem Interesse der Einwohner im Dorf.

„Ich stelle keine Politikverdrossenheit im Ort fest“, verkündete Ilsemann. Er werde in Kürze eine Liste mit sechs Bewerbern präsentieren, kündigte er vor neun Zuhörern an und machte sich daher auch für eine Beibehaltung der jetzigen Größe stark.

Eigentlich hat der Wahmbecker Ortsrat neun Sitze. Nach dem Wegzug eines bei der Kommunalwahl 2016 gewählten Ortsratsmitgliedes gab es jedoch keinen Nachrücker mehr. Folglich ist einer der Plätze seit langer Zeit unbesetzt.

Von den verbliebenen acht Ortsratsmitgliedern nahmen am Dienstag sechs an der öffentlichen Sitzung unter Corona-Bedingungen teil. Neben Jürgen Börke, der sich nach eigener Aussage aus der Politik zurückziehen will, signalisierten weitere Ortsratsmitglieder, dass sie im Herbst ebenfalls nicht wieder für den Wahmbecker Ortsrat kandidieren wollen.

Börke hatte einen siebenköpfigen Ortsrat favorisiert. Es werde immer schwieriger, Leute für ein politisches Amt im Dorf zu begeistern, sagte auch Ulrich Otte. Rainer Otto regte eine Orientierung an gesetzlichen Vorgaben an.

Die gibt es aber nicht, klärte Bürgermeister Mirko von Pietrowski auf. Ein Ortsrat solle in Niedersachsen eine Mindestgröße von fünf Personen haben, hieß es, die die Interessen der Einwohner demokratisch vertreten.

Bei den Abstimmungen wurde taktiert: Vier Ortsratsmitglieder waren gegen eine Verkleinerung des Ortsrates auf fünf Plätze. Zwei Lokalpolitiker enthielten sich. Einer Verkleinerung auf sieben Sitze stimmten Börke und Hoffmann-Henze zwar zu, bei zwei Gegenstimmen (Ilsemann und Otto) ergab sich aber ein Patt.

Keine Rolle spielten die Enthaltungen von Ulrich Otte und Hubert Wagenknecht. Wegen der Patt-Situation kam der Vorschlag nicht durch.

Und weil bei der Abstimmung über die Beibehaltung der neun Sitze im Ortsrat Ilsemann und Otto mit Ja stimmten und sich die übrigen vier anwesenden Ortsratsmitglieder der Stimme enthielten, bleibt alles, wie es ist. Jürgen Dumnitz

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