Flüchtlingshilfe in Bodenfelde: Multi-Kulti-Angebote in Einkaufsregalen

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Frische-Angebot mit Obst und Gemüse: Ob das Angebot für die multikulturellen Einkäufer im Flecken Bodenfelde ausreicht, soll bei einem Treffen mit Flüchtlingen erkundet werden.

Bodenfelde. Um praktische Hilfe und eine direkte Unterstützung geht es bei einem neuen Projekt der Flüchtlingsinitiative Bodenfelde in Zusammenarbeit mit dem Edeka-Markt in der Weser-Gemeinde.

Ein Treffen im Edeka-Markt an der Uslarer Straße soll am Freitag, 11. März, ab 15 Uhr unter dem Motto stehen „Einkaufen in Bodenfelde – ein Angebot für alle Menschen“. 

Neben Kerstin Lange als Koordinatorin der Flüchtlingsinitiative unterstützen auch Pastor Mark Trebing und Bürgermeister Mirko von Pietrowski das Projekt. Vorgesehen ist, dass man sich das „multikulturelle Einkaufsangebot“ im Markt zeigen lassen will. Außerdem geht es darum, aus erster Hand zu erfahren, an welcher Stelle das Angebot vielleicht noch erweitert werden kann.

Dazu eingeladen wurden auch Flüchtlinge aus dem Haus der Integration in Wahmbeck. Die derzeit 71 Flüchtlinge stammen laut Pressemitteilung des Bürgermeisters aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Der Edeka-Markt plane laut von Pietrowski, bei der Sortimentsgestaltung auch die Konsumbedürfnisse der Flüchtlinge im Blick zu haben.

Es soll bei dem Treffen auch eine kleine Verkostung geben. Zudem werde im Dialog erörtert, welche Waren auch für muslimische Menschen geeignet seien, heißt es weiter. „Es verspricht sehr interessant zu werden“, meint der Bürgermeister vorab.

Gedankenaustausch

Bei der Zusammenkunft soll auch eine Dolmetscherin mit dabei sein, damit man sich in der internationalen Runde auch gut verstehen könne. Muslime essen unter anderem kein Schweinefleisch und alles, was aus den Tieren zubereitet wird. Dazu zählen viele Wurstsorten, aber auch Kartoffelchips, manche Käsesorten oder Gelatine, die unter anderem in Wackelpudding und Gummibärchen steckt.

Fleisch von anderen Tieren wird von Muslimen hingegen gegessen. Viele essen dieses Fleisch jedoch nur, wenn es „halal“ (also: erlaubt) ist. Etwa wenn das Tier „geschächtet“ wurde. Das ist eine im arabischen Raum weit verbreitete Art der Schlachtung.

Die Initiative zu dem Treffen mit einem lockeren Gedankenaustausch ergriff laut von Pietrowski der Marktleiter Benjamin Werner mit seinem Team, das in den vergangenen Wochen bereits etliche Flüchtlinge in dem Markt beim Einkaufen erlebte.

Durch das Gespräch am Freitag soll erörtert werden, an welcher Stelle das Warenangebot für die veränderte Nachfrage noch erweitert werden kann. 

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