Bahn räumt Probleme ein

Regionalzüge stocken: Pendler aus Bodenfelde kamen zu spät 

Wichtige Verbindung: Auf die Regionalbahn sind morgens viele Pendler angewiesen. Seit Beginn des Jahres fielen auf der Strecke zwischen Northeim und Bodenfelde mehrere Züge aus. Unser Foto entstand am Northeimer Bahnhof. Foto: zje

Northeim / Bodenfelde. Pendler aus Bodenfelde kamen seit Anfang des Jahres mehrfach zu spät zur Arbeit oder verpassten ihre Anschlusszüge.

Der Grund dafür ist, dass mehrere Triebwagen aufgrund technischer Defekte unterwegs liegen geblieben sind oder erst gar nicht losfahren konnten.

Bislang sei das jetzt schon viermal vorgekommen, sagt Werner Bönning aus Bodenfelde, der in Northeim arbeitet und als Pendler täglich auf die Bahnverbindung angewiesen ist.

„Natürlich kann es mal vorkommen, dass ein Zug aufgrund technischer Probleme kurzfristig ausfällt“, räumt er ein. Aber in dieser Häufung sei das nicht mehr zu akzeptieren. „Es gibt morgens zwei Zugverbindungen ab Bodenfelde nach Northeim“, erklärt Bönning. „Eine um 6.14 Uhr und eine um 6.42 Uhr.“ Am 4. Januar sei der zweite Zug ausgefallen, am 5., 11. und 12. Januar der erste.

Die Bahn habe zwar Busse eingesetzt, räumt Bönning ein. Doch bei deren Fahrplänen seien die Bedürfnisse der Pendler nur unzureichend berücksichtigt worden. „Der Ersatzbus um 6.14 Uhr ab Bodenfelde kommt erst eine Stunde später in Northeim an, sodass Anschlusszüge nach Hannover nicht erreicht werden können.“

Nach Einschätzung Bönnings sind außerdem die Busfahrer, die kurzfristig im Ersatzverkehr eingesetzt werden, manchmal überfordert. „Am 12. Januar kam der Bus sogar erst um 7.30 Uhr in Northeim an, weil der Fahrer ab Nörten-Hardenberg nicht über die B 3, sondern über die Autobahn gefahren ist.“

Bönning geht davon aus, dass Probleme in den Bahn-Werkstätten der Grund für die vielen Ausfälle sind. „Die Züge, die bei uns hier fahren, werden in Braunschweig gewartet und repariert“, weiß er. Und er will erfahren haben, dass die Bahn dort zu wenig Personal vorhält.

„Das ist nicht der Fall“, weist Sabine Brunkorst, Sprecherin der Bahn-Pressestelle in Hamburg, diesen Vorwurf zurück. Auf HNA-Anfrage räumt sie allerdings ein, dass es derzeit tatsächlich technische Probleme mit den auf der Strecke eingesetzten Triebwagen gibt. Von den insgesamt 27, die in der Region eingesetzt werden, befänden sich derzeit fünf in Reparatur, sodas im Falle eines weiteren Ausfalls leider keine Reserve mehr verfügbar sei.

In solchen Fällen bleibe nur die Möglichkeit, die jeweilige Verbindung ausfallen zu lassen oder ersatzweise Busse einzusetzen. Und leider seien diese nun einmal langsamer als ein Zug.

„Die Verärgerung der Kunden ist daher verständlich“, so die Bahnsprecherin. „Wir bitten die betroffenen Fahrgäste für die Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.“

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