Schwelbrand im Staubbunker eines Bodenfelder Holzkohle-Betriebes

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Nur von Außen zugänglich: Der Aufbau auf dem Staubbunker-Gebäude, in dem eine Brikettierungsanlage unter meterhohen Filtern steht, ist nur von Außen zugänglich. Unter Atemschutz mussten die Feuerwehrleute über Leitern auf das Gebäude klettern, um das Löschen des Feuers in der Filteranlage über Schläuche zu ermöglichen.

Bodenfelde. 42 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des SEG-Rettungsdienstes waren am Mittwoch bei einem Brandeinsatz auf dem Werksgelände der Bodenfelder Holzkohlefabrik ProFagus.

Alarmiert wurde die Feuerwehr um 4.46 Uhr wegen eines Feuers im Staubbunker. Aus bisher unbekannten Gründen war im Bunker unter der meterhohen Filteranlage ein Glutnest entstanden. Zur Brandbekämpfung mussten die Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz über Leitern auf den Dachbereich des Gebäudes klettern, weil der Außenbereich des Gebäudes nicht anders zugänglich ist. Im Laufe des über zweistündigen Einsatzes wurde der Schwelbrand mit viel Löschwasser, das unter anderem über eine Schlauchleitung über 250 Meter von der Weser gepumpt wurde, vom Dach aus über die Filteranlage gelöscht.

Im unteren Bereich der Anlage wird Brikett gepresst. Dort seien die Brandreste aus der Filteranlage abgenommen worden, hieß es von der Ortsfeuerwehr Bodenfelde. Als stellvertretender Bodenfelder Ortsbrandmeister sagte Ralf Peters, dass man von Mitarbeitern und Mitgliedern der Werksleitung diesmal gut unterstützt worden sei. Das sei in der Vergangenheit nicht immer so gewesen.

In dem gleichen Staubbunker hat es vor etwa 15 Monaten schon einmal gebrannt. Damals lag der Sachschaden bei rund 5000 Euro. Diesmal sei der Schaden eher noch geringer, sagte Gemeindebrandmeister Jens Rölke, weil weder das Gebäude noch die Filteranlage stark beschädigt wurden.

Die Polizei war in der Nacht vor Ort und wollte die Ermittlungen im Laufe des Tages fortsetzen.

Im Einsatz war am Mittwoch neben den alarmierten Feuerwehrleuten aus Bodenfelde, Wahmbeck und Nienover auch das Team der Drehleiter der Ortsfeuerwehr Uslar.

Werksfeuerwehr gefordert

Weil es in dem Holz verarbeitenden Betrieb immer wieder zu Bränden kommt, hat die Polizeidirektion Göttingen die Einrichtung einer Werksfeuerwehr gefordert. Diese Werksfeuerwehr steht aber noch nicht, sagte Betriebsingenieur Hubert Schlangen gegenüber dem Bodenfelder Bürgermeister Mirko von Pietrowski, der bei dem nächtlichen Feuer ebenfalls vor Ort war.

Der ProFagus-Werksfeuerwehr fehle es demnach noch an technischem Gerät. Vorgesehen ist, dass tagsüber 18 Beschäftigte die Werksfeuerwehr bilden. Bei Bränden in der Nacht bleibt nach wie vor die Feuerwehr der Gemeinde Bodenfelde gefragt. 

Schwelbrand im Staubbunker eines Bodenfelder Holzkohle-Betriebes

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