Seit Donnerstag die ersten 20 Flüchtlinge im Wahmbecker Haus der Integration

Haus der Integration: Der DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim betreibt das Wahmbecker Haus mit 104 Betten. Fotos: Dumnitz

Wahmbeck. Am Donnerstag haben die ersten 20 Flüchtlinge ihre Zimmer im ehemaligen Freizeitheim an der Weserstraße bezogen. „Wir wollen die Menschen jetzt erstmal eine häusliche Atmosphäre schaffen und sie zur Ruhe kommen lassen in unserem Haus der Integration“, sagte Hausleiterin Barbara Fischer auf Anfrage der Sollinger Allgemeine.

Die gelernte Hotelkauffrau aus Hardegen leitet die Einrichtung des DRK-Kreisverbandes Göttingen-Northeim. Der Landkreis Northeim hatte das Freizeitheim für 96.000 Euro vom Kirchenkreis Leine-Solling gekauft, um darin bis zu 104 Flüchtlinge unterzubringen.

Barbara Fischer

„Die Erwachsenen wirken ein wenig geschafft, die elf minderjährigen Kinder spielen und toben“, so Fischer weiter. Bei den Irakern handele es sich um drei Großfamilien, deren Personalien nach ihrer Ankunft in Wahmbeck von Mitarbeitern des Landkreises mithilfe eines Dolmetschers aufgenommen wurden. Die Leute seien wohl einige Wochen auf der Flucht gewesen und in einem der Erstaufnahmelager registriert und gesundheitlich untersucht worden.

Diese Woche werden wohl keine Flüchtlinge mehr kommen, in der nächsten Woche sollen jedoch weitere folgen, sagte die Hausleiterin. Wann und wie viele kommen, wisse sie nicht, weil die Zuweisungen eher kurzfristig erfolgten.

Die Iraker sprechen kein Deutsch, ein Dolmetscher im Haus leiste wertvolle Hilfe. Mit der Gemeinde Bodenfelde nahm Barbara Fischer noch am Donnerstag Kontakt auf, weil etliche Kinder möglichst zeitnah in einen der beiden Kindergärten im Gemeindegebiet gehen sollen. Ein Flüchtlingsjunge sei bereits an der Heinrich-Roth-Gesamtschule angemeldet worden – er spreche ein wenig Englisch.

Nachdem die Iraker in Wahmbeck ihre Zimmer bezogen hatten, gab es in der Mittagszeit einen kräftigenden Gemüseeintopf, den Koch Marc Heinemann mit seinem Team fürs Büffet vorbereitet hatte. Das Heim verfügt über eine gut ausgestattete Küche.

In dem Wahmbecker Haus der Integration werden Flüchtlinge untergebracht, die später in dezentrale Wohnungen eingewiesen werden. Das Haus fange Spitzen ab, hieß es vergangene Woche bei einem Tag der offenen Tür von DRK-Kreisgeschäftsführer Herbert van Loh.

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